Der „Sand“ soll hübscher werden

Das Wochenmarkt soll schöner werden. Darum wird sich in den nächsten drei Jahren das BID Sand/Hölertwiete kümmern. Grafik: citymanagement harburg

Grundeigentümer wollen 845.000 Euro investieren –
von der Stadt kommen weitere 1,5 Millionen Euro hinzu.
BID Sand/Hölertwiete nimmt Arbeit auf

Olaf Zimmermann, Harburg

Szene-Stadtteile wie Eppendorf oder Ottensen beneiden Harburg um eine Attraktion, die sie nicht zu bieten haben: einen Wochenmarkt, der außer sonntags täglich geöffnet hat. Allerdings ist der Harburger Wochenmarkt auf dem Sand arg in die Jahre gekommen.
Wenig Atmosphäre, die umgebende Bebauung versprüht den Charme des vorigen Jahrtausends. Seit Jahren besteht Handlungsbedarf. Politik, Verwaltung und Grundeigentümer haben jetzt reagiert. Seit August 2016 gibt es deswegen das Business Improvement District (BID) Sand/Hölertwiete.
Darin haben sich die Grundeigentümer verpflichtet, in den nächsten drei Jahren 845.000 Euro bereitszustellen, um das Quartier Sand/Hölertwiete attraktiver zu gestalten. Stadt und Bezirk werden weitere 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Organisiert wird das BID Sand/Hölertwiete vom Citymanagement Harburg.
Bevor der Sand und die Hölertwiete aber umgestaltet werden können, müssen noch viele Fragen geklärt werden: Wie sollen Bänke, Lampen und Grünanlagen aussehen, wie sollen die Bodenbeläge gestaltet werden, und wo genau sollen künftig die Taxen stehen? Darüber entscheidet die Lenkungsgruppe des BID. Stimmberechtigte Mitglieder sind Mario Schuler (Damian Apotheke am Sand), Andrea Detlefsen (Mimi Kirchner), Henner Schönecke (Marktbeschicker), Niels Kruse (Commerzbank), Kim Liebig (Alpha Immobilien), Franca Löntz-Krug von Nidda (Intercoiffure Franca Löntz), Joachim Lüders, Edward Martens (AVW Immobilien AG), Bernd Meyer (Sparkasse Harburg-Buxtehude) sowie Lasse Schürmann (Block House Harburg).
Was ist geplant? Vorrang haben die Erneuerung des Bodenbelags der Wochenmarktfläche und der Möblierung. Die Anforderungen an den neuen Bodenbelag sind hoch: Funktionell, schön und kostengünstig muss er sein. Ähnliches gilt für Bänke und Beleuchtung.
„Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, sollen hochwertige Serienprodukte statt auffällige Sonderanfertigungen eingesetzt werden. Dekorationen werden in anderer Form installiert. Das Zusammenspiel von schlichtem und expressivem Mobiliar soll gewährleisten, dass der historische Sand nicht verfälscht, aber attraktiver wird“, versprechen die BID-
Macher. Erste konkrete Schritte wurden bereits eingeleitet. Ab Mitte Februar kümmern sich Mitarbeiter der Elbe-Werkstätten an fünf Tagen die Woche um die Sauberkeit in diesem Bereich.


Das Business Improvement District (BID) ist eine kanadische Erfindung aus den 80er Jahren. 2005 wurde es auch in Deutschland per Gesetz ermöglicht. Das Ziel: Grundeigentümer sollen mit Politik und Verwaltung sowie mit professioneller Unterstützung ihren Standort aufwerten. Sind zwei Drittel der Grundeigentümer für die Einrichtung eines BID, werden alle gesetzlich verpflichtet, sich an den Kosten der Maßnahmen zu beteiligen.
In der Harburger City gab es bereits die BID Lüneburger Straße I und II.

BID Sand/Hölertwiete
c/o Citymanagement
Harburg
Lüneburger Straße 33
Tel. 32 00 46 96
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