Bilanzsumme um 131 Millionen gesteigert!

Bester Stimmung bei der Bilanzpressekonferenz: Gerhard Oestreich, Heinz Lüers und Andreas Sommer (v. l.). Foto: kreller
 
Sparkassenvorstand Heinz Lüers

Sparkasse Harburg-Buxtehude blickt optimistisch ins neue Jahr

Niels Kreller, Harburg

Bester Laune zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Heinz Lüers, auf der alljährlichen Bilanzpressekonferenz des Finanzinstituts. „Wir haben die Bilanzsumme um 131 Millionen Euro auf nunmehr 3,66 Milliarden Euro steigern können“, so Lüers. Die Kundeneinlagen sind um 6,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen. „Ich kann mich nicht erinnern, über eine solche Steigerung hier schon einmal gesprochen zu haben“, freute sich Lüers.
Wermutstropfen ist dabei allerdings die anhaltende Niedrigzinsphase, durch die der Zinsüberschuss zurückging. „An eine kurzfristige Zinswende glauben wir nicht“, erklärte Sparkassenvorstand Andreas Sommer. Allerdings möchte die Sparkasse die Negativzinsen nicht an die Sparer weitergeben. Es gebe aber betriebswirtschaftliche Grenzen, so Sommer. Dies werde alle drei Monate überprüft.
Großes Thema in diesem Jahr ist die geplante Fusion der Sparkasse Harburg-Buxtehude mit der Sparkasse Stade-Altes Land. Im Moment werde geschaut, ob die beiden Sparkassen kulturell und betriebswirtschaftlich zusammenpassen, so Heinz Lüers. Kulturell sehe man schon einen ähnlichen Anspruch und eine vergleichbare Philosophie, so Lüers. Beide Sparkassen hätten den Anspruch von dem Geld, das sie in der Region verdienen, dieser wieder etwas zurückzugeben, führte er mit Blick auf das Engagement der beiden Sparkassen in Kultur, sozialen Belangen und Sport aus.
„Wir wollen uns verbessern“, verdeutlichte Heinz Lüers das Ziel der Fusion. Dazu müsse man die realistische Chance sehen, dass die beiden Sparkassen in Zukunft besser dastünden als jeweils alleine. „Wir sind bereit zusammenzugehen, aber in der Lage, alleine erfolgreich zu sein“, so Lüers mit Blick auf das erfolgreiche vergangene Jahr.
Der Prozess werde ergebnisoffen geführt. „Wir wollen gründlich, aber auch zügig sein“, so die Devise des Vorstands. Bis Mitte des Jahres soll eine Entscheidung fallen und als spätesten Stichtag für die Fusion gaben Lüers und Sommer den 1. Januar 2018 an. Vorher hat aber auch das Kartellamt noch seine Zustimmung zu geben.
Wie die neue Sparkasse heißen soll, ist noch unklar. Es gebe zwar schon Ideen, es sei aber „nicht unbedingt ein leichter Prozess.“ Zu berücksichtigen sei dabei auch die Identitätsfindung der beiden Sparkassen. Auch müsse der Name rechtlich überprüft werden. Eine Fusion mit der Kreissparkasse Stade werde es nicht geben, so Lüers.

Zahlen
Bilanzsumme 3.659 Mio. Euro
Bilanzielles Eigenkapital 330 Mio. Euro
Filialen 24
SB-Standorte 24
Mitarbeiter 739

„Die regionale Verbundenheit stärken“
Interview mit Sparkassenvorstand Heinz Lüers



Herr Lüers, welche Probleme sehen Sie bei anhaltender Niedrigzinsphase für die Sparer?
Heinz Lüers: Viele unserer Kunden bilden auf Sparkonten Rück-lagen für Anschaffungen, finanzielle Engpässe oder die Altersvorsorge: Ohne Risiko, aber derzeit mit einer Verzinsung nahezu bei Null. Wer eine spürbare Rendite erwirtschaften möchte, muss sein Geld in andere Anlageprodukte mit einem höheren Risiko investieren. Dafür sollten unsere Kunden die individuelle Beratung ihrer Sparkasse nutzen.
 
Wird die Sparkasse ihr Filialnetz aufrechterhalten oder sich aus der Fläche zurückziehen?
Selbstverständlich werden wir weiterhin in der Region mit unseren Filialen vor Ort sein. Unsere Mitarbeiter sind gut verdrahtet und genießen das Vertrauen der Kunden. Durch die Vorteile der digitalen Zugangswege nutzen Kunden jedoch immer seltener die Filialen. Ich kann nicht ausschließen, dass wir auf das sich ändernde Kundenverhalten im Einzelfall mit der Zusammenlegung von Filialen reagieren werden.

Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei einer Fusion mit der Sparkasse Stade-Altes Land?
Der Zusammenschluss von unseren beiden Sparkassen bietet die Chance, das Leistungsangebot für unsere Kunden weiter auszubauen. Ich denke da an zusätzliche Spezialisten für das Leasing- und Auslandsgeschäft sowie die Beratung in Versicherungsfragen. Dabei reduzieren wir unsere Kosten und sichern langfristig die Ertragslage und Eigenkapitalbildung. Wichtig ist uns, die regionale Verbundenheit zu stärken.
 
Was wird sich für die Kunden in 2017 bei der Sparkasse verändern?
Unsere Kunden können die Leistungen ihrer Sparkasse – unabhängig von Zeit und Ort – jederzeit nutzen. Unser digitales Produktangebot werden wir ausbauen und um die Funktion der Videoberatung ergänzen. Damit erreichen unsere Kunden ihre persönlich bekannten Berater auch online.

Wo sehen Sie den Immobilienstandort Süderelbe in den nächsten Jahren?
Unsere Region ist durch Bevölkerungswachstum, überdurchschnittliche Einkommen und eine starke Wirtschaft gekennzeichnet. Von daher wird der Süden Hamburgs weiterhin ein attraktiver Immobilienstandort bleiben. Weitere Auskünfte und eine individuelle Beratung erhalten Interessierte auf der Immobilia 2017 am 25. und 26. Februar 2017.
Informationen unter ❱❱ .www.spkhb.de
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