Bekommt Harburg wieder Busse, die nicht mehr stinken?

So war es früher: Oberleitungen in der Moorstraße: Der Doppeldecker Richtung Fleestedt biegt um die Ecke. Foto: Klaus Otto/FeE-Archiv

Fahren mit elektrischer Energie aus Oberleitungen könnte Verkehrsprobleme lösen

Von Alexander Montana. Ab 2020 sollen in Hamburg laut Beschluss des Senats nur noch emissionsfreie Busse beschafft werden. In den 1950er- Jahren gab es mit Straßenbahnen und Oberleitungsbussen bereits emissionsfreien öffentlichen Verkehr. Diese Busse fuhren neun Jahre lang mit elektrischer Energie aus der Oberleitung auf Harburgs Straßen. Damals war man stolz, nur elektrische Verkehrsmittel einzusetzen und die Busse waren bei der Bevölkerung so beliebt, dass zu den Stoßzeiten zwei Schaffner eingesetzt wurden. Bereits Mitte der 1950er-Jahre fiel jedoch die Entscheidung Straßenbahnen sowie Trolleybusse, wie die Oberleitungsbusse auch genannt werden, abzuschaffen und auf Dieselbusse zu setzen.

Oberleitungsbusse gibt es bereits in Skandinavien

Seit einigen Jahren sind elektrische Bussysteme wieder in der Diskussion. Elektrische Hybridbusse (Oberleitungsbusse), die ihre Batterien während der Fahrt über einen Stromabnehmer aufladen, stellen dabei mittelfristig die einzige Möglichkeit dar, Buslinien, die im dichten Takt verkehren, wirtschaftlich zu elektrifizieren.
Heute kommen Trolleybusse vor allem noch in der Schweiz und Osteuropa zum Einsatz. Aber auch Städte wie beispielsweise Amsterdam, die wie Hamburg auf emissionsfreie Busse setzen wollen, haben entschieden, ein neues Oberleitungsbussystem einzurichten.

Neuartige Masten könnten Problem lösen

Ein Student der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD Nord) ein Verkehrskonzept für emissionsfreie Busse, die während der Fahrt elektrisch geladen werden. Bestandteil dieses Konzeptes ist auch die Ent-wicklung von neuartigen Masten, die gleichzeitig der Ladeinfrastruktur und Straßenbeleuchtung dienen.
Wie groß ist das Interesse der Hamburger an Bussen, die nicht stinken? Das soll in einer Online-Umfrage ermittelt werden, deren Ergebnisse der Befragung in das Konzept mit einfließt. Die Adresse der Umfrage
❱❱ www.umfrageonline.com/s/Obus.
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