Bauantrag genehmigt: Umbau des Harburg-Huus kann starten

Jetzt kann der Umbau beginnen: DRK-Projektleiter Thorben Goebel-Hansen im „Harburg-Huus“ . Foto: DRK Kreisverband HH-Harburg

Am Außenmühlenweg 10 wird das DRK eine Unterkunft für Obdachlose errichten

Olaf Zimmermann, Harburg
Grünes Licht für das Harburg-Huus. Die Harburger Verwaltung hat den Bauantrag genehmigt. Jetzt kann der Umbau des Gebäudes am Außenmühlenweg 10 zur Obdachlosenherberge beginnen. „Der nächste Meilenstein ist geschafft“, freut sich DRK-Projektleiter Thorben Goebel-Hansen.
Hintergrund: Das Harburger Rote Kreuz möchte eine Tagesaufenthalts- und Übernachtungsstätte für Wohnungslose einrichten. „Die Idee ist uralt. Vor 15 Jahren habe ich zusammen unter anderem mit Peter Meinke und Heinrich Zeriadtke den Verein Wohnungslosenhilfe Harburg gegründet. Damals gab es viele Widerstände, weil angeblich der Bedarf für eine solche Unterkunft fehlte. Deswegen haben wir das Projekt dann einschlafen lassen“, erinnert sich Harburgs DRK-Geschäftsführer Harald Krüger.
„Natürlich gab es in Harburg damals eine Obdachlosenszene, die inzwischen sogar noch angewachsen ist. Das Thema war lange bekannt, es hat nur niemand glauben wollen. Doch spätestens als im Winter Obdachlose aus Osteuropa im Tunnel am Sand campiert haben, konnte niemand mehr wegsehen. Wir wurden angesprochen und waren uns einig: Wenn wir etwas machen, dann aber richtig.“
Ein passendes Gebäude wurde am Außenmühlenweg 10, direkt neben den Räumen der Vine-yard-Gemeinde, gefunden. Der Umbau soll rund 280.000 Euro kosten. Eine Anschubfinanzierung von mehr als 100.000 Euro gab es Ende 2017 bereits vom Hamburger Spendenparlament.
Für den laufenden Betrieb wird das Harburger Rote Kreuz auf Spenden angewiesen sein, denn öffentliche Gelder gibt es derzeit nicht.
Im Erdgeschoss soll ein Gemeinschaftsraum mit Fernseher, Computer sowie einer Sitz- und Leseecke entstehen. Neben dem Empfangstresen ist ein Büro geplant, in dem die DRK-Mitarbeiter Beratungen für die Besucher des Hauses anbieten.
Über das Treppenhaus gelangen die Besucher in das erste Stockwerk mit sanitären Anlagen und Schlafplätzen. Doch dafür müssen viele Wände gezogen werden: „Wir planen zwei Vierer-Zimmer, einen Raum für zwei bis vier Personen sowie Einzelzimmer für Obdachlose mit Hund“, erklärt Goebel-Hansen dann auch gleich die Besonderheit des Hauses.
„Uns ist bewusst, dass für viele Wohnungslose ihr Hund viel mehr ist als ein treuer Begleiter. Deshalb gestatten wir diese gemeinsame Unterbringung.“
Ob Männer, Frauen, alte oder junge Menschen, ob mit oder ohne Tier: Das „Harburg-Huus“ soll allen offen stehen, wie Goebel-Hansen betont: „Wir werden jedem, der zu uns kommt, Hilfe anbieten.“

Unterstützung
Wer das Harburg-Huus unterstützen möchte, kann sich an die DRK-Spendenbeauftragte Dirka Grießhaber wenden: Tel. 766 092-66, E-Mail: d.griesshaber@drk-harburg.hamburg
Ehrenamtliche Helfer können sich melden bei Rosa Schlottau, der DRK-Koordinatorin für ehrenamtliche Sozialarbeit, Tel. 766 092-64, E-Mail: r.schlottau@
drk-harburg.hamburg
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