Aus für Pferde-Gnadenhof?

Vor mittlerweile zehn Jahren gründete Silke Reimer (52) ihre „Pferde-Seniorenresidenz“. Für ihre hochbetagten Zöglinge geht sie durch dick und dünn. Foto: cvs

Nach Kündigung ist die Zukunft der Tiere ungewiss

Von Christopher von Savigny. Droht das Aus für Silke Reimer und ihre „Pferde-Seniorenresidenz"? Erst vor wenigen Wochen hatte das Elbe Wochenblatt am Wochenende über die 52-Jährigeberichtet, die am nördlichen Rand des Klövensteens einen Gnadenhof für derzeit drei ältere Pferde betreibt. Nun der Schock: Die Eigentümerin der Weide – so der aktuelle Stand – möchte ihr Grundstück verkaufen. Reimer hält die Kündigung schon in den Händen. Umziehen kann und will sie aber nicht: „Ich bin mit den Nerven am Ende!“, sagt sie.
Mit Donna (17), Alexe (29) und Sahnetörtchen (32) leben momentan drei betagte Vierbeiner auf der 6.000-Quadratmeter-Koppel im Pinneberger Ortsteil Waldenau. Ihre Zöglinge umhegt und versorgt
Silke Reimer komplett ehrenamtlich und mit Hilfe von Spenden. Auch das Weideland wird ihr kostenlos überlassen. Erst vor vier Jahren musste der Gnadenhof zuletzt das Quartier wechseln. Eine neuen Möglichkeit für einen Umzug ist weit und breit nicht in Sicht. Zudem sind die Pferde aufgrund von Herz- und Knochenproblemen längst nicht mehr transportabel. „Dann bleibt mir nur noch der
Abdecker“, befürchtet Reimer.
Nach eigener Aussage hat Reimer gegenüber der Eigentümerin mehrfach Interesse an einem Kauf des Grundstücks geäußert. „Es gab eine mündliche Vereinbarung“, sagt sie. Allerdings fehlte ihr bislang das Geld dazu. Nun hatten sich – nach der Veröffentlichung des letzten Wochenblatt-Artikels – mehrere Geldgeber gemeldet, die dem Gnadenhof aus der Patsche helfen wollen. Rund 8.000 bis 10.000 Euro müsste man anlegen, schätzt Reimer, die nicht ganz begreifen kann, warum das Areal auf einmal so dringend verkauft werden muss. „Für etwas anderes als zur Pferdebeweidung ist das Grundstück nicht geeignet“ sagt sie.
Die Eigentümerin möchte nicht namentlich in der Zeitung erwähnt werden. „Frau Reimer hat sich seit Ende letzten Jahres nicht mehr bei mir gemeldet“, sagt sie. „Ich konnte nicht mehr länger warten.“ Sollte der angestrebte Verkauf wider Erwarten nicht zustandekommen, werde sie wieder mit der Pferdehof-Betreiberin Kontakt aufnehmen.
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