Alte Züge in Chicago

Kolumne: Dem Harburger Flaneur fällt einiges auf …

Vom Harburger Flaneur. Ganz am Anfang unserer Flaneurtätigkeit am 22. Februar 2014 haben wir unter dem Titel „Zu kalt für Schießereien“ berichtet, wie bemerkenswert es in Hamburgs US Partnerstadt Chicago ist, wenn es an einem Wochenende keine shoot-outs gibt.
Und wie entsezlich langweilig einem Besucher aus der Stadt an Lake Michigan Hamburg vorkommen muss: Der St. Pauli Kiez um zwei Uhr in der Frühe am Sonnabend – ein Kindergartenausflug!
Das mit den shoot-outs
wusste der Flaneur nicht, weil er Chicago besucht hat (seine US-Ausflüge gingen nicht weiter westwärts als Boston), sondern weil er, dem Internet sei Dank, jene sehr bekannte Zeitung namens „Chicago Tribune“ überflogen hatte.
Das gilt auch für seine heutige Kolumne.
Und siehe da, er muss feststellen, dass Hamburg und Chicago doch etwas gemeinsam haben. Dieses Gemeinsame heißt bei uns HVV und drüben CTA, Chicago Transit Authority.
Nun darf der Leser dreimal raten, was die „Tribune“ diesbezüglich aus Chicago zu berichten weiß?
Genau. Allgemeine Unzufriedenheit, weil die CTA nicht genug in Schienen, Triebwagen und sonstwas investiert hat. Kommt uns irgendwie bekannt vor, oder? Um es auf amerikanisch zu sagen, es gibt einen „investment backlog“.
Zunächst wollen wir uns die Dimensionen des öffentlichen Verkehrs in der Riesenstadt vergegenwärtigen: Also, ein S-Bahnnetz gibt es nicht, dagegen sieben U-Bahn-Linien und 152 Buslinien. Triebwagen gibt es 1.190 und etwa 2.000 Busse. Also eine Menge.
Und nun die Klage. Die „Tribune“ schreibt: „Chicago’s transit agencies have fallen 3 billion dollars further behind previous years in investing in new equipment and maintaining existing trains, buses and infrastructure“.
Drei Milliarden Dollar!
Das Defizit des HVV beträgt rund 325 Million Euro. Das sind doch
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