Abschied vom Himalaya

„Meine Verabschiedung im Girls Hostel von rund 100 Mädchen zwischen vier und 18 Jahren ist mir wohl am schwersten gefallen“, sagt Meret Hoyer inmitten der Mädchen. Fotos: meret hoyer

Letzter Teil der Kolumne von Meret Hoyer

Meret Hoyer, Harburg

Nachdem ich (fast) jeden Tag blauen Himmel mit strahlender Sonne in Ladakh genießen durfte, wurde ich in Hamburg mit strömendem Regen empfangen. Ladakh hat über 300 Sonnentage im Jahr und da man sich auf Höhen um 3500 Metern befindet, ist die Sonnenstrahlung natürlich deutlich stärker als hier. Sonnencreme war deshalb in all meinen Monaten im Mahabodhi International Meditation Centre (MIMC) in ständigem Gebrauch.Das Hamburger Wetter habe ich definitiv in meiner Zeit im Himalaya nicht vermisst, umso mehr das gute Essen und die große Auswahl, die es hier in Deutschland zu jeder Jahreszeit gibt. Am Abend meiner Ankunft habe ich mich unglaublich auf frischen Salat und Schwarzbrot mit leckerem Käse gefreut. Das erste Mal wieder in einen Supermarkt zu gehen und solch eine große Auswahl zu sehen, hat mich nach zehn Monaten, in denen ich fast nur Reis mit Linsen und Kohl auf dem Teller hatte, begeistert.
Vor kurzem habe ich mit einigen Freunden aus Ladakh telefoniert. Die konnten gar nicht glauben, dass ich seit meiner Rück-kehr nur ein einziges Mal Reis in Hamburg gegessen habe, und ich trotzdem satt geworden bin.
Meine Zeit im Himalaya hat mich sensibilisiert für den Umgang mit Ressourcen: Nahrung, Wasser und Strom haben einen anderen Wert für mich bekommen. Die Begegnung mit den Ladakhis, die geprägt sind von der buddhistisch-tibetischen Tradition, war eine große Bereicherung für mich gewesen. Ich fühle mich nach meiner Zeit als Freiwillige der Region und vielen Menschen dort sehr verbunden und bin mir sicher, dass ich ins Himalaya und zum MIMC zurückkehren werde … irgendwann!!!!!
Danke an alle, die mein Jahr in Ladakh mitverfolgt und mich unterstützt haben!
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