94 bezahlbare Wohnungen

Der aktuelle Entwurf für das SAGA-Wohnhaus an der Knoopstraße. Grafik: pr

Saga: neuer Gebäudekomplex in der Knoopstraße zwischen Finanzamt und Julius-Ludowieg-Straße

Andreas Göhring, Harburg

Jetzt wird eine der letzten großen Baulücken in der Harburger Innenstadt geschlossen: Die SAGA Unternehmensgruppe baut an der Knoopstraße –  zwischen „Finanzamtsknoten“ und Julius-Ludowieg-Straße –  ein Haus mit 94 Wohnungen, ein paar Gewerbeflächen und einem Gemeinschaftsraum, in dem sich die Bewohner zu gemeinsamen Aktivitäten treffen können. Und: Alle Wohnungen werden im ersten Förderweg öffentlich finanziert, sollten also durchaus bezahlbar sein.
Dass sich an dieser Ecke in der Harburger Innenstadt etwas tut, haben zunächst die Autofahrer gemerkt. Plötzlich wurde nämlich erst der beliebte Parkplatz in der Julius-Ludowieg-Straße gesperrt, später wurde auch noch die Zufahrt zu dem Trümmergrundstück nebenan, auf dem man sein Auto zur Not, allerdings mit viel Risiko abstellen konnte, dicht gemacht. Doch Bauarbeiter waren immer noch keine zu sehen.
„Die Planung erwies sich als komplizierter als gedacht“, sagt Dittmar Loose, Leiter der SAGA-Geschäftsstelle Harburg. Einer der Knackpunkte: die Gebäudeecke am Finanzamtsknoten. Wegen des wenig genutzten S-Bahn-Eingangs verläuft die Gebäudegrenze dort eigentlich schräg, was für den Zuschnitt der Wohnungen nicht gerade ideal ist. Schließlich wurde entschieden, den Eingang zu überbauen und das Wohnhaus rechtwinklig abzuschließen.
Das war aber noch nicht alles. Ganz aktuell gibt es Planungen für eine Velo-Route, die genau an dieser Ecke auch noch Platz braucht. Geradezu einfach war dagegen die Gestaltung des Hauses an der Ecke Julius-
Ludowieg-Straße. Dort steht ein schützenswerter Baum. Er bleibt tatsächlich erhalten.
Wer sich das Baugrundstück aus der Vogelperspektive ansieht, erkennt zwischen dem Neubau und dem Centrumshaus aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts einen ausgedehnten Innenraum. „Das ist ideal, so ein Freiraum mitten in der Stadt“, sagt Loose. „Den wollen wir als Kinderspielfläche und Garten nutzen.“
Eine Idee Looses beschert ihm noch einige Arbeit: Er würde für das neue Wohnhaus gerne die Pelletheizung des benachbarten Rathausforums nutzen – eine sinnvolle moderne Lösung für die Energieversorgung.
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