5 Fragen an: Bob Geldof

Am 5. Oktober feierte er seinen 60. Geburtstag: Bob Geldof. Foto: pr

Fünf Fragen rund um Hamburg stellt das Wochenblatt zum
Wochenende regelmäßig Menschen, die sich Hamburg und der Elbe
verbunden fühlen. In dieser Woche: Bob Geldof

Interview Matthias Greulich. Er organisierte Live Aid und sang bei den Boomtown Rats: Bob Geldof (60) wurde von der Queen zum Ritter geschlagen, darf den Titel als irischer Staatsbürger aber nicht führen. Am Dienstag, 11. Oktober, spielt er ein Konzert in den Fliegenden Bauten.
Wochenblatt zum Wochenende: Waren Sie schon oft in Hamburg?
Bob Geldof:Ja. 653-mal.
WzW: Was mögen Sie am meisten?
Bob Geldof: Wenn man abreist, versteht man, wie eindrucksvoll die Stadt ist. Es ist eine der bedeutenden Hafenstädte der Welt mit einer besonderen Atmosphäre. Die Städte waren eine Quelle neuer Ideen. Einfach weil sie ein Treffpunkt der Kulturen sind. Von verschiedenen Menschen aus aller Welt, die Handel treiben. Sie bringen nicht nur ihre Musik, sondern ihre Ideen und all das mit. Es gibt eine historisch gewachsene Atmosphäre von Aktivität.
WzW: Gibts die auch anderswo?
Bob Geldof:Was Deutschland anbelangt: Wenn ich dich frage, was du über München denkst, hast du eine klare Vorstellung im Kopf. Bei Berlin ist es genauso. Aber Hamburg ist anders. Wie alle großen Hafenstädte ist sie eine der ersten globalen Städte.
WzW:Sie wissen, dass auf dem Heiligengeistfeld, wo Sie auftreten werden, Fotos der Beatles von Astrid Kirchherr gemacht wurden.
Bob Geldof:Ich komme seit 1977 hierher und natürlich weiß ich das. Wir sind als erstes zum „Star Club“ gepilgert. Wir haben im Club gegenüber gespielt. Wie heißt der noch? Ja, ich glaube im Kaiserkeller. Es war kein Zufall, dass die große britische Revolution in der Musik in Liverpool stattfand. Es war kein Zufall, dass diese Bands in Hamburg groß wurden. Warum kamen die Manager nach Hamburg, um Auftritte zu kriegen? Sie wären niemals nach München gekommen.
WzW: Was hat Sie überrascht?
Bob Geldof: Hamburg war in meinen Gedanken von den Beatles geprägt. Ich wusste auch von den Fliegerangriffen auf Hamburg. Ich erwartete ein komplett zerstörtes Ding zu sehen. Ich war völlig von der Eleganz der Stadt überrascht.
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