Obst für Osdorf

Das muss halten: Frieder Bachteler (3. v. r.), früherer Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (jetzt: Stadtteilschule) pflanzte gemeinsam mit Gerhard Sadler (2.v.r.) von der Borner Runde einen Apfelbaum. Rechts: Maria Meier-Hjertqvist, Sprecherin der Borner Runde. Foto: rs

Ehrenamtliche pflanzten Apfelbäume, Birnenquitte, Kirschbäume und Stachelbeersträucher vor dem Bürgerhaus Bornheide

Von Reinhard Schwarz. Sie sind gerade mal sieben Jahre alt, aber schon fast drei Meter groß. Gemeint sind vier junge Apfelbäume, eine Hauszwetsche und eine Birnenquitte, die den Grundstock für eine Streuobstwiese auf dem Gelände des Bürgerhauses Osdorfer Born bilden sollen. Ehrenamtliche vom Bürgerhaus, von Nutzmüll e.V. sowie vom Naturschutzbund (NABU) Deutschland legten Hand an und pflanzten die Bäume nahe der Sporthalle. Weitere drei Kirschbäume wurden in einer anderen Ecke des Geländes gepflanzt. Ziel der Aktion: Es soll eine Streuobstwiese entstehen.
Doch wozu eigentlich eine Streuobstwiese mitten im Osdorfer Born? „Es geht uns darum zu zeigen, dass Natur nicht nur in den Schutzgebieten stattfindet, sondern auch vor der eigenen Haustür“, erläutert Thomas Dröse vom NABU Hamburg das Projekt. Eine natürlich wachsende Obstwiese ziehe unter anderem Bienen und Schmetterlinge an, so Dröse, „die hier Nahrung finden“.
Die Bäume hat die Loki-Schmidt-Stiftung (LSS) gespendet, unter der Federführung von Dr. Johannes Martens, langjähriger Geschäftsführer der LSS. Seine Frau Annegret Martens hatte die Planung des Projekts in die Hände genommen und die Bäume beschafft, erläutert Martens: „Dabei legte sie großen Wert auf alte Sorten wie etwa Boskop, Cox Orange und Grahams Jubiläumsapfel.“ Ergänzt wird das Streuobst-Ensemble durch Stachelbeersträucher. In etwa zwei Jahren sollen die ersten Äpfel geerntet werden. Geplant ist, dass die Mädchen und Jungen der benachbarten Elbkinder Kita die Patenschaft für je einen Baum oder Strauch übernehmen.
Das Projekt Streuobstwiese sei während einer Planungswerkstatt entstanden, erinnert sich Maria Meier-Hjertqvist, Sprecherin der Borner Runde. „Aus der Elternschule kommt der Vorschlag für ein Obstwiesenfest, das Obst soll auf dem Gelände verarbeitet werden“, so Meier-Hjertqvist. Doch was ist eigentlich das Besondere an einer Streuobstwiese? Martens: „Das kommt aus dem Süddeutschen und meint einfach nur, dass die Bäume verstreut wachsen.“
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