Bauer stiftete Wiese für Fußballer

Wann? 09.06.2012

Wo? GFSV, Notkestraße 89, Bahrenfeld, 22607 Hamburg DE
Eines der ältesten Fotos des Vereins:die A-Jugend-Fußballmannschaft in den 50er Jahren. (Foto: pr)
Hamburg: GFSV |

Das war der Anfang der Groß Flottbeker Spielvereinigung (GFSV)– in diesem Jahr feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen

Gross Flottbek -
Eine Leidenschaft, 28 junge Männer und ein großzügiger Bauer, der seine Wiese zum Fußball spielen hergab:Das waren die Anfänge der Groß Flottbeker Spielvereinigung (GFSV) im Jahr 1912. Jetzt feiert der Verein mit Sitz an der Notkestraße 89 sein 100-jähriges Jubiläum. Derzeit hat der Verein 750 Mitglieder.
„Wir sind ein familiärer Verein“, sagt Klaus Leven. Auch er trat 1949 ganz unkonventionell in die Spielvereinigung ein. „Ich fragte einfach: ,Kann man hier Handball spielen?’“, erinnert sich der heutige Erste Vorsitzende. Warum gerade Handball? „Man hatte Turnschuhe, weil es in der Schule ja Turnen gab. Für´s Fußballspielen hätten wir neue Schuhe gebraucht. Und die waren teuer“, erinnert sich Leven. „Aus mir wäre ein begnadeter Fußballer geworden, aber die Eltern haben mich zum Handball geschickt“, bedauert Jürgen Reisener noch heute. Doch er blieb dem Verein treu und ist seit 33 Jahren Schatzmeister.
Die Handballer bescherten bereits Mitte der 30er Jahre der GFSV einen ersten Zuwachs an Mitgliedern. „Es kamen viele Handballer aus anderen Vereinen zu uns“, so Leven mit Blick in die Vereinschronik. Die zweite große Mitgliederwelle erlebte die Vereinigung Ende der 40er/Anfang der 50er Jahr. „Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Flüchtlinge aus dem Osten, die hier in der Nähe in Baracken wohnten. Sie haben hier Sport getrieben“, blickt Vereinsjugendwart Hans-Jürgen Rehder in die Geschichte. Damals gab es auch einige Abteilungen mehr, wie Kegeln, Schach und Fechten. Sie sind mittlerweile eingegangen. „Wenn keiner da ist, stirbt die Abteilung eben“, so Leven.
Heute wird in der GFSV Badminton, Faustball, Fußball, Skat, Tischtennis, und Volleyball gespielt sowie geturnt. „Wir turnen und tanzen in der Turnhalle Röbbek. Sollte die Halle abgerissen werden, würde das die Axt an die Wurzeln unseres Vereins legen“, befürchtet Leven. Doch der Verein schaut positiv in die Zukunft. So wird das Umkleidehaus vergrößert und die Flutlichtanlage ausgebessert.


Festprogramm:
Sonnabend, 9. Juni
Jugendsportfest auf der Sportanlage Wilhelmshöhe, Notkestraße 89

Freitag, 15. Juni
Festakt im Hörsaal des DESY mit geladenen Gästen

Sonnabend, 16. Juni
11 Uhr:Fußball-, Schiedsrichter-, Tischtennisturnier
14 Uhr:Skatturnier im Festzelt
19 Uhr:Tanz im Festzelt

Sonntag, 17. Juni
11 Uhr: Frühschoppen im Festzelt mit den „Tampentrecker“ und Ligaspiel
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