Wie viele Bäume müssen weg?

Einige der alten Kasernengebäude werden zu Mietshäusern umgebaut. Zurzeit sind sie immer wieder Schauplatz von Vandalismus und werden mit Graffiti besprüht. (Foto: Horst Seehagel)

Gebiet der ehemaligen Röttiger-Kaserne: Ende März steht fest, wo nach Kampmitteln gegraben werden muss

In den letzten Monaten ist es still geworden um das geplante Neubaugebiet auf dem ehemaligen Gelände der Röttiger Kaserne in Fischbek. Klar ist: Bevor die Bagger rollen, muss der Boden des insgesamt 52 Hektar großen Kasernengeländes frei von Munition und Bomben sein. Doch wie weit ist die IBA Hamburg, die vor einem knappen Jahr vom Senat mit der Planung und Vermarktung beauftragt wurde, mit der Kampfmittelsondierung? Wie viele Bäume werden dafür gefällt werden müssen? Diese Fragen sollen IBA-Planer auf einen Antrag der CDU-Fraktion im Stadtplanungsausschuss voraussichtlich im April beantworten.
Bisher hat die IBA noch keinen Baum für die Suche nach Kampfmitteln fällen müssen, bestätigt Sprecherin Anke Hansing. Zurzeit sei ein Gutachter mit einer militärhistorischen Recherche beauftragt, die voraussichtlich Ende März abgeschlossen werden soll. Mit dieser Methode, bei der Luftbilder aus dem Krieg ausgewertet werden, will man möglichst große Teile des Gebietes im Vorwege ausschließen, um sie nicht umgraben zu müssen. „Im Anschluss an die Recherche wird das Räumkonzept mit der Feuerwehr entwickelt“, sagt Hansing. Erst dann stehe fest, wie viele Bäume gefällt werden müssen. Ursprünglich standen auf dem idyllisch an der Fischbeker Heide gelegenen Areal 2.100 Bäume. 600 mussten im Zuge der Vorarbeiten bereits weichen. Wäre es nach der Finanzbehörde gegangen, die vor der IBA mit der Planung des Neubaugebietes beauftragt war, hätten für die Kampfmittelräumung vermutlich alle Bäume gefällt werden müssen.
Die IBA plant auf dem Gelände ein Wohnbau-Mix mit 40 Prozent Geschosswohnungen, 35 Prozent Reihenhäusern und 25 Prozent Einfamilienhäusern. Insgesamt wird es hier etwa 680 Wohneinheiten geben. Dazu kommen noch Wohnungen, die in den noch erhaltenen Kasernenbauten an der Cuxhavener Straße entstehen sollen. Und wann geht es los? „Nach aktuellem Planungsstand können die Bauarbeiten für die Erschließung sowie der Hochbau auf einigen Flächen an der Cuxhavener Straße Anfang 2015 beginnen. Für die Eigenheime dahinter ist der Baubeginn Anfang 2016 vorgesehen, nachdem die Erschließungsstraßen gebaut wurden“, sagt Hansing. Mit der Vermarktung werde man 2015 starten. Eine Interessentenliste werde jedoch bereits geführt, so die Sprecherin.
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Horst Seehagel aus Neugraben | 05.02.2014 | 18:31  
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