Platz drei bei spektakulärem 24-Stunden-Rennen

Eldert Hedden am Drücker des Joest-Bentley
 
Freude über Platz drei

Das um die Finkenwerder Brüder Jan und Eldert Hedden formierte Slotcar-Team des berühmten Rennstalls Joest-Racing hat beim ebenso ungewöhnlichen wir traditionsreichen 24-Stunden-Carrerabahn-Rennen im Harburger Binnenhafen den Sprung aufs Podium geschafft - die oberen Stufen blieben aber verwehrt.

Der letzte Saisonlauf der Slotcar-Rennserie RCCO (www.rcco.de) vom 23. November, 12 Uhr, bis zum 24. November, 12 Uhr, war einmal mehr der spektakulärste des Jahres: Wilde Überholmanöver, rasante Temporitte, halzbrecherische Abflüge - die 22. Auflage der ungewöhnlichen Zeitenjagd zweimal um die Uhr bot im Foyer der TuTech GmbH alles auf, was echten Motorsport ausmacht.

Mittendrin: Eldert Hedden und seine drei Mitstreiter Björn Skottke (Buxtehude), Volker Paulun (Ahrensburg) und Ralf Jüttner (Wald-Michelbach). Der Geschäftsführer und Technische Direktor des 14fachen Le-Mans-Siegerteams Joest Racing hatte extra seinen Hinflug zum Finale der Sportwagen-WM in Bahrain am kommenden Samstag verschoben, um für seine Slotcar-Mannschaft nicht nur die Daumen, sondern auch den Geschwindigkeitsregler zu drücken.

Prominente Mitfahrer

Jüttner war aber bei Weitem nicht der einzige Profi-Motorsportler, der bei dem Carrerabahn-Marathon mitgemischt hat. Für das am Ende sechstplatzierte Team des Hamburger-Automuseums Prototyp ging der Porsche-Werkspilot Klaus Bachler an den Start. Beim fünftplatzierten McLaren von den Harburger Lokalmatadoren MAG Master war Nordschleifen-Spezialist Kim Hauschild mit von der Partie. Und auch die beiden erstplatzierten Teams hatten prominente Mitstreiter. Zusammen mit der Audi-Gewinnermannschaft feierte der fünffache Le-Mans-Sieger Frank Biela nun auch seinen fünften Triumph bei dem Hamburger 24-Stunden-Rennen - und das mit der neuen Rekorddistanz von 5209 Runden.

Mit 153 Runden Rückstand belegte ein von Volkswagen Motorsport unterstütztes Quartett Platz zwei - ein gelungenes 24-Stunden-Debüt für Jürgen Jungklaus, der als verantwortlicher Renningenieur Mike Rockenfeller 2013 zum DTM-Titel geführt hatte.

Unfall lässt Siegträume platzen

Zurück zu den Hedden-Brüdern: Der von Jan Hedden gebaute und technisch betreute Joest-Bentley gehörte zu den schnellsten und zuverlässigsten Autos im Sechserfeld. In der ersten Hälfte lieferten sich Eldert Hedden & Co ein Kopf-an-Kopf-Duell mit den späteren Siegern. Doch in der Nacht machte ein schwerer Unfall der Hoffnung auf den vierten Hedden-Sieg bei diesem außergewöhnlichen Rennen einen Strich durch die Rechnung. Das war passiert. Ralf Jüttner absolvierte seine dritte Ein-Stunden-Schicht, als er an einer Unfallstelle anhalten musste. Trotz mehrerer Warnrufe krachte ein Verfolger ungebremst in den Joest-Bentley. Zwei längere Reparatur-Stopps waren die Folge und der Sieg außer Reichweite.

Aber Platz zwei war immer noch möglich, wenngleich sich die bereits deutlich hinter Heddens Joest-Team zurückgefallene VW-Mannschaft im Zuge des Zwischenfall auf den zweiten Rang vorgekämpft hatte. Bis ins Ziel blieb das Duell spannend. Am Ende trennten lediglich zehn Runden die beiden Rivalen.

Eldert Hedden bilanzierte: "Natürlich hätten wir lieber gewonnen, den Speed hatten wir, wobei man sagen muss, dass die Audi-Truppe beeindruckend stark war. Leider fehlte uns wie im letzten Jahr, als wir ebenfalls durch einen unverschuldeten Unfall viel Zeit eingebüßt hatten, das nötige Rennglück. Trotzdem sind wir mit dem 24-Stunden-Debüt des Joest-Bentleys zufrieden."

Teamkollege Ralf Jüttner ergänzte: "Als wir 1999 mit Audi in Le Mans debütierten sind wir auch Dritte geworden. Danach haben wir das Rennen zusammen mit Audi zehnmal gewonnen." Das klingt sehr nach einer Kampfansage für die nächsten Slotcar-Marathons.
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