Doppelsieg am Alten Postweg

Zwei Harburg-Pokal-Sieger: Buchholz und der SV Wilhelmsburg teilen sich den "Pott"
Hamburg: Alter Postweg |

Harburg-Pokal: Buchholz und Wilhelmsburg wurden nach Spielabbruch zu Pokalsiegern erklärt.

Von Rainer Ponik.
Seit knapp 50 Jahren wird der Harburg-Pokal nun schon ausgespielt, aber so etwas hat es noch nie gegeben“, erzählt Andreas Meyer. Erstmals musste nämlich ein Finale abgebrochen werden. Nach dem sintflutartiger Regen und ein kräftiges Gewitter den Platz am Alten Postweg in eine Schlammwüste verwandelt hatten, pfiff Schiedsrichter Holst die zweite Halbzeit des Endspiels zwischen Oberligist Buchholz 08 und dem SV Wilhelmsburg gar nicht erst wieder an.
Zuvor sahen die über 400 Fans ein relativ ausgeglichenes Spiel, in dem der Oberligist zwar spielbestimmend war, die kompromisslose Abwehr um SVW-Keeper Karsten Klintworth aber kaum einmal in Verlegenheit bringen konnte.
Die Überraschungsmannschaft vom Vogelhüttendeich hatte schon im Halbfinale ihre Defensivstärke unter Beweis gestellt und den KS Kosova überraschend klar mit 3:0 besiegt. Duraz, Vasco Zawada und Pano Panagiotoudis schossen den Bezirksligisten im Duell mit der Elf von Trainer Thorsten Beyer zum Sieg.
Buchholz 08 konnte sich gegen den TV Meckelfeld erst im Elfmeterschießen durchsetzen. In der regulären Spielzeit besaß Buchholz zwar die besseren Chancen, erzielte gegen die beherzt kämpfenden „Bravehearts“ aber keinen Treffer.
Im Elfmeterschießen erwies sich der TSV als das glücklichere Team, verwandelte sämtliche Strafstöße sicher. Meckelfelds Sascha Bernhardt avancierte dagegen zum Pechvogel und scheiterte an 08-Schlussmann Henrik Titze.
Weil der Platz am Alten Postweg nach dem Unwetter am Sonnabend unbespielbar war, erklärte der Spielausschuss nach kurzer Beratung beide Finalteams zum Pokalsieger, was vor allem in der Wilhelmsburger Kabine ausgelassen gefeiert wurde. „Meine Mannschaft hat sich für ihr couragiertes Auftreten in diesem Pokalwettbewerb selbst belohnt“, freute sich Trainer Peter Lascheit über den Überraschungserfolg seiner Mannschaft. Auch die Buchholzer waren nicht unzufrieden. Schließlich blieb der Verein aus der Nordheide auch bei der vierten Endspielteilnahme ohne Niederlage.
„Wir hätten uns natürlich einen anderen Turnierabschluss gewünscht, können mit der Veranstaltung, die insgesamt knapp 3.300 Zuschauer besucht haben, sehr zufrieden sein“, zog Spielausschussmitglied Matthias Nehls ein po-
sitives Fazit. Und so scheint schon heute sicher zu sein, dass die Fans des Harburg-Pokals im kommenden Jahr auch die 49. Auflage miterleben werden.
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