Zwischen Amok und Alzheimer, Teil 2

Wann? 30.05.2017 19:30 Uhr

Wo? Mieterpavillon, Friedrich-Naumann-Straße 7, 21075 Hamburg DE
Hamburg: Mieterpavillon | Am zweiten Abend unserer Beschäftigung mit dem Buch „Zwischen Amok und Alzheimer“ des Gießener Knastpsychologen Götz Eisenberg gehen wir der Frage nach, inwieweit das »Große Vergessen« auf uns lauert. Beobachten wir selber so etwas wie eine »digitale Demenz«, machen Google und Günther Jauch uns matschig im Kopf? Götz Eisenberg meint, »ja!«. Er macht vor allem drei Grundprinzipien der heutigen Gesellschaft aus, die ursächlich für eine Zunahme von Demenzerkrankungen seien:

- Eine Reduzierung des gesellschaftlichen Miteinanders auf Konsum („Wir wollen alles und zwar jetzt!“),

- eine Reduzierung menschlichen Wissens und menschlicher Kommunikation auf eine Automatenlogik („Halbdemenz als Prinzip der sogenannten Wissensgesellschaft“) und schließlich

- Bindungslosigkeit als Erfordernis des heutigen flexiblen Menschen und im Gegenzug zur Krankheit erklärtes Festhalten an anderen Menschen und der eigenen Vergangenheit.

Eisenberg betrachtet den Menschen vor allem in der Welt des Alltags und des Konsums. Wir wollen über seine Beobachtungen und Gedanken diskutieren, den Blick aber auch auf die Welt der Arbeit erweitern. Beide Welten gehören zusammen. Auch auf der Arbeit hat in den letzten Jahren eine ewige und grenzenlose Flexibilität Einzug gehalten, Stress, Überreizung. Wie wirkt das auf unsere Psyche? Nicht umsonst sitzen u.U. wir selber neben einem guter Teil unserer Stuhlnachbarn beim Doktor im Wartezimmer wegen psychischer Erkrankungen.
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