„Wir wollen etwas erzählen“

Wann? 08.10.2011

Wo? TU Hamburg-Harburg, Schwarzenbergstraße 95, 21073 Hamburg DE
Hamburg: TU Hamburg-Harburg |

Vorgestellt: die Harburger Band „Die schmutzige Schönheit der Natur“

Von Sabine Langner, Harburg. Der Unterschied zwischen Madonna und uns ist, dass Madonna etwas verkaufen will und wir etwas erzählen wollen.“ An Selbstbewusstsein mangelt es Fynn Steiner nicht. Der Philosophiestudent (27) ist Kopf, Sänger und Songwriter der Harburger Band „Die schmutzige Schönheit der Natur“.
Für ihn sind Worte wichtig. Besser gesagt, der präzise Umgang mit Sprache. Und genau das ist es auch, was er in seinen Songs vermitteln will. Dabei wagt er sich dann auch schon mal locker an die Grundfragen der Menschheit heran. „Was ist das Individuum? Gibt es einen individuellen Standpunkt oder leben wir alle einfach nur Schablonen nach?“, fragt der Musiker.
Eine Antwort darauf hat er nicht, dafür aber viel Spaß an der Musik. Zusammen mit seinen Freunden Johannes Blaffert, Joachim Büchner, Tilo Kappenbach, Tim Salomon und Ingo Behrendt gründete Fynn vor zwei Jahren die Band.
Musikalisch sehen sie sich in der Tradition von bekannten Hamburger Indiepop-Gruppen wie Blumfeld, Tocotronic oder Die Sterne. Über den Namen der Band sind sie bei einem Zeitungsartikel gestolpert.
Mit ihren deutschen Liedern, die man aber keinesfalls als Schlager verstehen sollte, „wollen wir nicht die Welt verändern, sondern die Wirklichkeit aufbrechen“, sagt Fynn Steiner. Außerdem sind sie davon überzeugt, dass das Erleben von Musik eine Aufforderung sein kann, ein interessanteres Leben zu führen.
Einen Ansporn dafür sollen die Songs ihrer neuen CD mit Titeln wie „Vogelschießen“, „Hängende Schultern“ oder „Bierdeckel“ geben. „Wir sind davon überzeugt, dass in jedem Menschen ein künstlerischer Kern steckt“, sagt Komponist Joachim Büchner, „der muss manchmal nur geweckt werden.“
Nach einigen Auftritten in Berlin und Leipzig wird „Die schmutzige Schönheit der Natur“ am Sonnabend, 8. Ok-
tober, auch bei der großen SüdKultur-Music-Night mit dabei sein. Für die Jungs aus Harburg ist das Audimax 1 in der Technischen Universität reserviert. Karten gibts für drei Euro bei allen teilnehmenden Clubs.
Übrigens, so ganz mögen seine Band-Mitstreiter Fynns Madonna-Vergleich nicht folgen. Sie haben nichts dagegen, mit ihrer Musik auch Geld zu machen.
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