Turm der Alten Feuerwache am Hastedtplatz wird saniert

1.600 Euro kostet das Gerüst am alten Feuerwehrturm den Steuerzahler jeden Monat. Foto: pa (Foto: Foto: pa)
Hamburg: Alte Feuerwache |

Die Einrüstung des einsturzgefährdeten Turms kostete bislang rund 135.000 Euro

Von Jan Paulo. Harburg.
Der ehrwürdige frühere Schlauchturm der alten Feuerwache an der Hastedtstraße ist einsturzgefährdet. Deshalb wird das denkmalgeschützte Gebäude durch ein Baugerüst abgestützt, und das schon seit dem Jahr 2004. Und weil die Alte Feuerwache mit Turm nach wie vor der Stadt Hamburg gehört, muss der Steuerzahler nach Angaben der Finanzbehörde Monat für Monat satte 1.600 Euro für das Gerüst hinblättern.
Rund 135.000 hat der Turm also auf diese Weise bereits verschluckt. „Dem gegenüber stehen allerdings auch Mieteinnahmen für das Gesamtensemble der Alten Feuerwache in Höhe von rund. 820.000,- Euro im gleichen Zeitraum“, rechnet Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde vor.
Der Turm selbst wirft allerdings länget keine eigenen Miteinnahmen mehr ab, denn das Niels-Stensen-Gymnasium residiert nur im Hauptgebäude der ehemaligen Wache. Der schmale Turm eignet sich offenbar nicht für Klassenräume.
Doch laut Stricker sind die seit 2009 laufenden Verkaufsverhandlungen für den gesamten Komplex in der Endphase und sollen noch Ende des Monats September abgeschlossen werden. Etwas anderes bleibt den beteiligten vorerst auch nicht übrig, denn die Kommission für Bodenordnung hat dem Verkauf nur unter der Bedingung zugestimmt, dass der Vertrag bis September 2011 unterschrieben ist.
Für die langwierigen Verhandlungen hat Marcel Schweitzer, Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler Hamburg kein Verständnis. „Nicht selten ziehen sich solche Gespräche endlos hin, weil niemand in der Behörde eine Entscheidung treffen möchte“, vermutet er und bereitet nun für seinen Verband einen entsprechenden Fragenkatalog an die Finanzbehörde vor.
Ein Verhandlungsdetail hat die Finanzbehörde schon verraten: „Bereits ausverhandelt ist die Verpflichtung des potentiellen Käufers, die Sanierung des Schlauchturmes zu übernehmen“, so Daniel Stricker. Wenn alles klappt, gehört das teure Baugerüst also bald der Vergangenheit an.
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