Norbert Krüger liest aus: Das Ende der Leichtigkeit

Wann? 04.10.2012 19:30 Uhr

Wo? Café WattenbergAcht, Wattenbergstraße 8, 21075 Hamburg DE
Norbert Krüger: Das Ende der Leichtigkeit, Hassloch: Freunscht Media Verlag, Hardcover, 217 Seiten, ISBN: 978-3943220049, 15,95 Euro, Erscheinungsdatum: 15. Juli 2012
Hamburg: Café WattenbergAcht |

Die französische Studentin Suzanne wird während eines Korfu-Urlaubs vergewaltigt. Als sie merkt, dass ihr Pariser Freundeskreis zunehmend verständnislos auf ihr Trauma reagiert, wagt sie in Hamburg einen Neuanfang. Hier lernt sie den Filmjournalisten Stephan kennen. Eine komplizierte Beziehung bahnt sich an.


Das ist der Ausgangspunkt des im Juli erschienenen Romans „Das Ende der Leichtigkeit“ von Norbert Krüger. Der Hamburger Autor begibt sich ab Oktober auf Lesereise. Erste Stationen ist am 4.10. das Café WattenbergAcht in Harburg-Heimfeld. Das kleine Café in der Wattenbergstraße unweit des S-Bahnhofs Heimfeld gilt derzeit noch als Geheimtipp für die Harburger. Regelmäßig finden dort inzwischen auch Lesungen statt. Einlass wird ab 19 Uhr sein, die Lesung selbst beginnt etwa gegen 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch erwünscht.

„In relativ kurzer Zeit begegnete ich mehreren Frauen, die mir von persönlichen Erfahrungen mit sexueller Gewalt erzählten“, sagt der Autor auf die Frage, warum er dieses Buch schrieb. „Schnell wurde mir meine völlige Unfähigkeit bewusst, angemessen auf ihr Schicksal zu reagieren. Also begann ich, zu recherchieren.“

Die zahlreichen Bücher und Artikel, die Krüger für seine Recherche nutzte, hat er im Literaturanhang des Romans zusammengestellt. Bei der Lektüre des Materials entstand die Idee zum “Ende der Leichtigkeit”. Sieben Jahre arbeitete er an der Geschichte, bis sie die heutige Form annahm. Die intensive Beschäftigung des Autors mit der Position von Opfern und Tätern führt dazu, dass der Roman trotz des brisanten Themas nicht ins Spekulative abrutscht.

„Das Ende der Leichtigkeit“ thematisiert brisante Fragen: Wenn jede dritte Frau in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt wird, muss ein nicht unerheblicher Teil der Männer das Potential zum Täter haben. Wie kommt es, dass trotz dieser hohen Zahl das Thema in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet und deswegen so wenige Menschen ihm gegenüber sensibilisiert sind? Wie erleben Opfer die Zeit nach der Vergewaltigung? Warum schweigen sie so häufig über ihre Erlebnisse? Und wie gehen Männer mit ihrer Rolle als Angehörige des "Tätergeschlechts" um?

Bereits 1997 veröffentlichte Krüger seinen ersten Erzählband, „Die schönste Sache der Welt“. Damals urteilte der ekz-Bibliotheksservice: „Für jeden Belletristikbestand zu empfehlen“. In verschiedenen Zeitschriften und Anthologien sind Texte von ihm erschienen, unter anderem die Erzählung „Feucht“ im deutschen „Playboy“ und die persische Übersetzung seiner Erzählung „Berührungen“ in der Literaturzeitschrift für Exiliraner, „Sharazâd“.
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