Niels-Stensen-Gymnasium wächst

In den neuen Labors des katholischen Niels-Stensen-Gymnasiums treffen sich demnächst 80 Schüler und Lehrer des Comenius-Projektes zum Thema Proteine. Die Schülerinnen Darja Brost (18, li.) und Jennifer Lewinski (17) bereiten alles vor. Foto:ast
Hamburg: niels-stensen-gymnasium |

Neubau in der Haeckelstraße wird im Oktober eingeweiht

ANDREA STEIN, HARBURG. Vor acht Jahren nahm das katholische Niels-Stensen-Gymnasium in Harburg seinen Betrieb auf. Mit 60 Kindern begann damals der Unterricht in den Räumen in der Barlachstraße. Doch im Laufe der Jahre wurde es immer enger und schon bald suchte man nach zusätzlichem Raum, möglichst nahe am Stammhaus in der Julius-Ludowig-Straße. 2007 kaufte der Katholische Schulverband Hamburg schließlich das Grundstück an der Alten Feuerwache. In der Haeckelstraße 1 ist ein Neubau entstanden, der zum Schuljahresbeginn bezogen wurde. Hier ist jetzt die Mittelstufe mit ihren 7. bis 10. Klassen untergebracht. Die 5. und 6. Klassen sind in der Barlachstraße geblieben, während die Oberstufe noch in Containern untergebracht ist, demnächst aber ihre Kurse in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße besuchen wird. Über 550 Schülerinnen und Schüler besuchen zur Zeit das katholische Gymnasium. Als erster Jahrgang haben 38 junge Erwachsene im Frühjahr erfolgreich ihre Abiturprüfung bestanden.
Der Neubau, Kostenpunkt fünf Millionen Euro, ist ein Passiv-Haus. „Es gibt auch eine Lüftungsanlage, die ständig frische Luft einspeist und nach einem Wärmeaustausch wieder nach Außen abgibt“, erklärt Monika Rammé. Die Schulleiterin freut sich über die neuen Räume. „Endlich haben wir Platz, das ist eine Riesenverbesserung!“ Die hochmodernen Klassenräume sind mit elektronischen Tafeln, sogenannten White- oder Active-Boards, ausgestattet. Das macht vieles leichter, so Monica Rammé: „Man kann Seiten abspeichern, muss nicht dauernd Tafeln wischen. Unterrichtsstoff kann an kranke Kinder nach Hause geschickt werden.“ Auch die modernen Labore für den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern sind im Souterrain des Neubaus untergebracht. Im Medienraum warten neue Computer noch auf ihre Installation. „Da dieser Raum kein Tageslicht hat, haben die Architekten indirekt beleuchtete Glaswände eingeplant.“
Im Oktober wird der neue Trakt feierlich eingeweiht. Bis dahin soll auch die Entscheidung gefallen sein, ob auch die Alte Feuerwache vom Katholischen Schulverband gekauft werden kann. Bisher ist das Gymnasium hier nämlich nur Untermieter. Das Helms-Museum, bis heute Mieter des städtischen Eigentums, hatte hier zuletzt die Räume für die Städtebau-Ausstellung gemietet. Der neue Käufer wird auch die Denkmalschutz-Auflagen einhalten müssen. „Da wird es nicht viele Interessenten geben“, sagt Monika Rammé. „Wir erwarten eine positive Entscheidung.“
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