Neue Bezirks-E-Klasse

Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Klaus-Peter-Schimkus präsentieren das neue Elektroauto von Mitsubishi. (Foto Gisela Baudy)
 
Die drei neuen Elektroautos des Bezirks Harburg. In der Mitte ein Smart. (Foto Gisela Baudy)
Hamburg: Rathaus Harburg | Kurz vor eins parkt am 3. September 2013 auf dem Innenhof des Rathausplatzes ein weißer Smart, flankiert von je einem ebenfalls weiß lackierten viertürigen Mitsubishi-i-Mievs. Auf jeder der Fahrerseiten prangt die neue Wort-Bild-Marke des City-Managements "HARBURG. Hamburgs starker Süden". Diese jüngste und klimafreundlichste Gruppe der 41 geleasten bezirklichen PKWs wartet mit offen stehenden Türen darauf, öffentlich vorgestellt zu werden.

Die ersten drei Elektroautos des Bezirks Harburg (2 Mitsubishi und 1 Smart in der Mitte, Foto Gisela Baudy)"Die Wagen werden gut angenommen", erklärt Thomas Völsch, der trotz Führerschein in Autos gerne auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. "Der Smart hat seit Ende Juni bereits 736 km hinter sich gebracht, die beiden anderen bringen es zusammen auf derzeit 850 km." Die Reichweite der E-Autos zwischen 100 und 150 km pro Tankfüllung, je nach Fahrstil und Ladung, genügt in den Augen des Bezirksamtsleiters völlig, selbst in einem ausgedehnten Bezirk wie Harburg.

Die Klima- und Umweltbilanz der drei Neuen kann sich sehen lassen: "Null CO2-Emissionen auf jeder einzelnen Strecke", bestätigt Klaus-Peter Schimkus, Leiter des Internen Service. Und sie fahren leise, sehr leise. "Die Industrie arbeitet bereits an einem angenehmen Fahrgeräusch für Smart-Autos, damit andere Verkehrsteilnehmer/innen sie besser wahrnehmen können," fügt Manuel Hecht hinzu, der die Dienstwagen-Flotte betreut.

Doch dem schrittweisen Austausch von Benzinern und mit Dieselmotoren ausgestatteten Leasing-Dienstwagen steht ein gewichtiger Grund entgegen: die Wirtschaftlichkeit oder genauer, der Leasing-Preis. Ein VW Polo kostet den Bezirk pro Monat eine Leihgebühr von 145 EUR. "Die Rate für den Smart hier beläuft sich auf mehr als das Doppelte, nämlich 352 EUR. Die beiden anderen Autos kosten sogar jeweils 485 EUR", verrät Schimkus. Bei der derzeit bis zu 50-prozentigen Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) halbiert sich die Rate zwar (fast). Dennoch liegen die "Klimafreundlichen" im Preis höher als der Rest der Flotte. Zudem fällt die Förderung in jedem weiteren Jahr geringer aus.

Mit den drei E-Mobilen beteiligt sich der Bezirk an dem wissenschaftlich begleiteten Projekt "Elektromobilität in Modellregionen" des BMVBS und unterstützt damit Hamburgs Masterplan Klimaschutz zur CO2-Reduktion. "Gleichzeitig will er Bediensteten umweltfreundliche Dienstfahrten ermöglichen und sie motivieren, auf Anfahrten mt dem eigenem Wagen zu verzichten", erläutert Pressesprecherin Bettina Maak die Ziele der Beteiligung Harburgs an dem Projekt. Und vielleicht kann sich die eine Mitarbeiterin oder der andere Mitarbeiter auch privat für ein E-Auto erwärmen. Oder Unternehmen steigen vermehrt auf Elektro-Firmenwagen um. "Das belebt die Nachfrage und führt zu höheren Produktionszahlen. Die Preise beziehungsweise die Leasing-Raten sinken, und dann haben wir sicherlich auch mehr Elektro-Dienstwagen im Bezirk", schließt Völsch die Veranstaltung ab.

Lesen Sie mehr dazu bei www.harburg21.de.

Chris Baudy
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