Moderner Yachthafen statt Idylle

Herbert Manz, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Wassersport Gemeinschaft Süderelbe, bereitet die Party zum 50. Geburtstag des Vereins vor. Foto: sl

Wassersport Gemeinschaft Süderelbe besteht 50 Jahre

Von Sabine Langner. Ein schönes Jubiläum steht der Hamburger Wassersport Gemeinschaft Süderelbe am kommenden Wochen-ende bevor: Der Verein feiert seinen 50. Geburtstag. Gründungsvater war der Harburger Johnny Jansen. Er fand damals schnell acht Mitstreiter. Alle begeisterte Besitzer von Motorbooten. Auch ein kleiner Heimathafen war schnell gefunden: In einer natürlichen Bucht an der Süderelbe am Schweensand wurde ein Steg gebaut, und fertig war der Liegeplatz für 15 eigene Boote und fünf Gastliegeplätze. „Damals waren das aber hauptsächlich kleine Angelboote. Heute haben die meisten Yachten bis zehn Meter“, erinnert sich Herbert Manz, der heutige Vorstandsvorsitzende des Vereins.
Doch das idyllische Plätzchen geriet 1993 in schwere See. Der Liegeplatz am Schweensand hatte weder Strom- noch Wasseranschluss. Herbert Manz erinnert sich, dass die Mitglieder das Trinkwasser mit Kanistern zu den Booten schleppen mussten. Die Stromversorgung lief über Dieselaggregate, als sanitäre Anlagen dienten transportable Plumpsklos.
Als der Naturschutz in Hamburg wichtiger wurde, plante die Stadt am Schweensand ein Naturschutzgebiet. „Es gab auch immer mehr Stress mit der Deichwacht“, so Manz weiter. „Die Zufahrt zum Gelände wurde immer schwieriger, sodass der Verein auf sechs Mitglieder zusammenschrumpfte.“

Fusion mit Wilhelmsburger Klub ist im Gespräch

Nach längerer Suche bot die Stadt den verbliebenen Vereinsmitgliedern schließlich den heutigen Liegeplatz im Harburger Binnenhafen am Dampfschiffsweg an. 2012 war der Umzug. „Der alte Liegeplatz war zweifellos idyllischer, aber der neue ist besser“, sagt Manz. „Wir haben hier tolle sanitäre Anlagen und ein schönes Klubhaus, das wir uns mit dem Wilhelmsburger Motorboot Verein teilen. Außerdem haben wir genug Platz, die Boote im Winter an Land zu ziehen. Und die Schleuse, die uns von der Elbe trennt, ist 24 Stunden am Tag in Betrieb. Man muss nur eine halbe Stunde vorher anrufen.“
Inzwischen hat der Verein wieder 22 Mitglieder. Die Namen von vier Anwärtern stehen auf einer Warteliste. Sie müssen sich erst ein bis zwei Jahren bewähren und zeigen, dass sie in den Verein passen, bevor sie aufgenommen werden.
Nach der Party zum Jubiläum beginnen die Vorstände der Hamburger Wassersport Gemeinschaft Süderelbe und des Wilhelmsburger Motorboot Vereins damit, Gespräche über eine Zusammenlegung der beiden Vereine zu führen. „Wir teilen uns das Gelände, da ergibt es schon Sinn aus zwei Vereinen einen zu machen“, erläutert Manz.
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