Lesung: Erzählungen von Panait Istrati (1884 – 1935)

Wann? 29.05.2015 19:30 Uhr

Wo? MehrWertKultur, Nobléestraße 13A, 21075 Hamburg DE
Hamburg: MehrWertKultur | Der »Gorki der Balkanländer« (R.Rolland) war einer der bekanntesten Schriftsteller Rumäniens. Seine Heimat war das bunte Volk des Hafenstädtchens Brăila am Unterlauf der Donau. Seine Mutter war eine rumänische Wäscherin, sein Vater ein griechischer Schmuggler. Mit 12 Jahren verließ er seine Mutter, arbeitete und ging schließlich für die nächsten 20 Jahre als Vagabund und Tagelöhner auf Wanderschaft rund um das Mittelmeer, in die Türkei, die Levante, nach Ägypten, schließlich nach Frankreich - im Koffer immer haufenweise Bücher.
1921 versuchte er in Nizza, sich das Leben zu nehmen. Ein Brief an den französischen Schriftsteller Romain Rolland veränderte sein Leben: Rolland überredete den fast 40-Jährigen zu schreiben und zu veröffentlichen.

Wir werden aus einigen seiner Erzählungen vorlesen; zum einen aus seinen Beschreibungen einer Reise im Jahre 1927 in die Sowjetunion. Seine tiefe Enttäuschung über die Entwicklung dort ließ den Sozialisten nicht mehr los. Dann – schließlich sind wir in Hamburg! - wird es um seine literarische Verarbeitung der Kämpfe der Hafenarbeiter gehen, die vor dem Ersten Weltkrieg seine Heimatstadt Brăila erschütterten. Er hat diese Streiks mit unterstützt; Ștefan Gheorghiu, ein unermüdlicher anarcho-syndikalistischer Agitator und Vorsitzender der Hafenarbeitergewerkschaft, war einer seiner engsten Freunde. Mit ihm zusammen arbeitete er 1913 in der Redaktion der Gewerkschaftszeitung Tribuna Transporturilor und reiste später mit ihm nach Ägypten.

Istrati hat seine Geschichten immer aus dem Herzen geschrieben. In seiner orientalischen Bildsprache zeichnet er die gewaltsame, aber auch dem Leben zugewandte Welt der Bauern, Arbeiter, Fischer, Vagabunden, Prostituierten und aller möglichen anderen Menschen aus dem Volk.
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