Kein FRACKING in Harburg und anderswo! Infoveranstaltung am 20.04. im Feuervogel, Harburg

Wann? 20.04.2013 17:00 Uhr bis 20.04.2013 19:00 Uhr

Wo? Bürgerzentrum Feuervogel, Maretstraße 50, 21073 Hamburg DE
Protest gegen Fracking in Pittsburg (2011) (Foto: Marcellus Protest, (CC BY 2.0))
Hamburg: Bürgerzentrum Feuervogel |

Fracking ist eine Abkürzung für Hydraulic Fracturing. So wird eine Technik bezeichnet, mit der sich so genannte „unkonventioneller Erdgas- und Erdölvorkommen“ aus tief liegenden Gesteinsschichten fördern lassen. Dabei werden unter hohem Druck Millionen Liter Wasser, das mit diversen giftigen Chemikalien versetzt wird, in Bohrlöcher gepumpt, um künstliche Risse in das Gestein zu sprengen und so die begehrten fossilen Rohstoffe daraus zu lösen.
Fracking ist in Deutschland nicht neu. Neu ist, dass diese höchst umstrittene Technik nun auch auf Hamburger Gebiet und damit auch bei uns in Harburg zum Einsatz kommen kann.


Fracking betrifft alle

Der Mineralölkonzern ExxonMobil hat von der Hamburger Wirtschaftsbehörde eine Erlaubnis für die „Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“ im Gebiet Vierlande erhalten. [1] Das Gebiet Vierlande erstreckt sich über eine Fläche von ca. 150 km² im Südosten Hamburgs. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hatte vor allem aus Sorge um den Wasserschutz gegen den Antrag Stellung bezogen, konnte die Genehmigung jedoch nicht verhindern. Die Genehmigung dieses Antrags bedeutet noch keine Lizenz zum Bohren nach Gas oder zum Fracking, stellt aber den dafür notwendigen ersten Schritt dar.

Die rechtliche Grundlage für die Entscheidung stellt das Bundesbergrecht dar, in dem demokratische Verfahren wie Bürgerbeteiligung nicht vorgesehen sind, obwohl mit Techniken wie Fracking hohe Risiken, etwa für eine Verseuchung von Grundwasserspeichern, einhergehen.

Zahlreiche Studien, Berichte, Filme und Recherchen ergeben eine besorgniserregende Bilanz des Fracking, bei dem Unmengen von Trinkwasser, ein hochtoxischer und nachweislich krebserregender und genetisch schädlicher Giftcocktail, dessen Zusammensetzung unter Geheimhaltung steht und Sand von hunderten Lkw-Ladungen pro Bohrloch die geologischen Tiefenschichten unter hohem Druck aufbrechen. Der Flächenverbrauch ist enorm, die sachgerechte Entsorgung radioaktiv belasteten Bohrwassers ein ungelöstes Problem und die Langzeitfolgen möglicherweise verheerend.

Die Fraktion DIE LINKE in Harburg lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Fracking“ am Samstag, 20. April um 17.00 - 19.00 Uhr im Bürgerzentrum Feuervogel (Aula), Maretstr. 50, 21073 Hamburg ein.

Informieren werden
- Carin Schomann, freie Journalistin, Bürgerinitiative „Frackingfreies Hamburg“ (http://bi-ffh.de/) und
- Jeffrey Michel, MSc. Energieforscher

Weitere Informationen zum Thema „Fracking“ sind z.B. hier zu finden:
- Fracking: Auf zu neuen (Fall-)Höhen? (Telepolis, Norbert Rost, 29.01.2013):
- Beitrag zum Thema Fracking in kulturzeit (3sat) vom Dezember 2011
- Gasland: US-amerikanischer Dokumentarfilm (2010) zum Thema Fracking

[1] Der Antrag von ExxonMobil und weitere interessante Hintergrundinformationen und (zumeist geschwärzte) Originaldokumente können hier eingesehen werden: http://www.vierlaender.de/archives/437-Schwarzer-Plan,-rotes-Land.html
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1 Kommentar
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Katja H. Renfert aus Rotherbaum | 07.04.2013 | 20:14  
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