Im Einsatz für Heimfelds Kinder

Perihan Erikli liebt die Arbeit im Kindertreff. „Es ist wichtig in Kinder zu investieren. Denn Erfolg kann man unmittelbar sehen. Das motiviert mich“, sagt die Erzieherin.

Erzieherin mit Leib und Seele: Perihan Erikli leitet seit 14 Jahren den Heimfelder Kindertreff

Das hier ist mein Baby geworden, mein zweites Leben“, sagt die Perihan Erikli und blickt sich im Kindertreff Heimfeld um. Die kleine Frau mit dem freundlichen Gesicht und den langen schwarzen Locken leitet die Einrichtung seit 14 Jahren. Schon viele Jahre zuvor hat sich die Heimfelderin hier ehrenamtlich engagiert. „Die Arbeit mit Kindern macht mir einfach Spaß“, sagt die 51-Jährige lächelnd. Für ihren Einsatz hat die Deutschtürkin, die mit ihrer Familie im Alter von zehn Jahren aus der Türkei nach Deutschland zog, vor kurzem bereits zum zweiten Mal den „Heimfeld-Preis“ bekommen.
Mit ihrem Beruf habe sie recht spät angefangen, erzählt Perihan Erikli. Mit 17 lernte sie in Istanbul ihren Mann kennen und heiratete. Mit 18 brachte sie ihren ersten Sohn zur Welt, vier Jahre später den zweiten. Ihr Mann, der für sie nach Deutschland zog, verdiente das Geld, sie kümmerte sich um die Kinder. Für mehr als ehrenamtliche Arbeit blieb dabei keine Zeit. Erst mit Anfang 30 fing die selbstbewusste Frau eine Ausbildung als Erzieherin an. „Ich musste mir das alles erkämpfen“, sagt Perihan Erikli. „Es war nicht einfach, Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen.“ Ohne die Unterstützung ihres Mannes wäre es nicht gegangen. Doch langsam und mit viel Geduld habe sie ihr Ziel erreicht.
Geduld sei auch bei der Arbeit mit Kindern ihr wichtigstes Werkzeug. „Gott sei Dank bringt mich so schnell nichts aus der Fassung“, sagt sie lachend. Kraft schöpfe sie immer wieder aus den Erfahrungen, die sie mit ihren Schützlingen macht. Viele Erfolgsgeschichten hat Erikli über „ihre Kinder“ zu erzählen. Eine macht sie besonders stolz: „Beim letzten Stadtteilfest sind zwei 18-jährige Mädels einfach auf die Bühne gegangen, um vor allen gegen die geplanten Sparmaßnahmen bei uns zu protestieren.“ Zu Tränen habe es sie gerührt, zu hören wie wichtig der Kindertreff im Leben der Mädchen war.
Von der Arbeit ausspannen, kann Perihan Erikli am besten auf Reisen. „Da habe ich Zeit für mich. Das ist mein Ausgleich“, erzählt sie. Zwei Mal im Jahr packt sie ihre Koffer und macht sich alleine oder mit Freunden auf den Weg in eine andere europäische Großstadt. „Als nächstes gehts nach Barcelona“, freut sich Erikli.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.