Hamburg ist Musicalstadt - Harburg erst recht !

Engel Lukas (Daniel Köntges) zum Rapport beim Erzengel Mathilde (Luca Büttner) (Foto: Foto: Ulf Hellwig)
 
Familie Wuschig (Foto: Foto: Ulf Hellwig)
Hamburg: Friedrich-Ebert-Halle |

Mit einer, für Hamburger Schulen, einmaligen Regelmäßigkkeit bat
die GSH (heute Goethe-Schule Harburg) seit 1993 zum Musical. Alle zwei
Jahre durften sich alte und neue Musicalfans auf eine neue Produktion
der Harburger Schülerinnen und Schüler freuen. Ob im Rieckhoff oder der
Friedrich- Ebert Halle, Andrang herrscht immer.

Am 19. April 2012 kam "Ein Engel kommt ..." erstmals auf die Bühne,
leider war nach zwei vielumjubelten Vorstellungen Schluß. Das wollte
die Harburger Musicalgemeinde nicht hinnehmen und überzog
Akteure,Texter,Komponisten und nicht zuletzt Regisseur und Lehrer
Jan-Henning Preuße auf allen (Netzwerk-) Kanälen mit einer klaren
Forderung: Wiederholung !

Dass jedoch ist an einer Schule nicht so einfach, denn viele Akteure
der ersten Stunde sind inzwischen Studenten oder machen eine
Berufsausbildung, Lehrer wechseln die Schule und Bühnenbau und
Requisiten haben durch die Lagerung gelitten oder sind schlichtweg
nicht mehr auffindbar. Eine Wiederholung heißt bei "Ein Engel kommt"
also Neuinzenierung. Ein Vorhaben, dass, nach einer großartigen
Erstinzenierung, ein gewagtes Vorhaben darstellte, denn die Erwartungen
waren hoch. Aber fehlenden Mut oder gar Verzagtheit kann man den
GSHlern nun wirklich nicht vorwerfen. Also lautete der Beschluß, dass
"Ein Engel kommt" wieder auf die Bühne mußte. Die neue/alte Truppe stand
schnell fest zusammen und mit einer gehörigen Portion organisierter
Wuseligkeit ging man erneut ans Werk. Das komplette Angebot der GSH,
aus dem die Schülerinnen und Schüler schauspielerisch mit vollen
Händen gekonnt schöpften, wurde in die Neuinzeniserung eingebunden.

Am 21.03.2013 ging es bei den Familien Wurst (Ellen Hallenberger, Marc
Bernhardt), Dönerlan (Tayfun Ören, Sultan Demiroglu) und Wuschig
(Louisa Schuldt, Yannick Lange (Julian Eisenschmidt)) und ihren Kindern Curry (Aylin Oruc),
Jasmina (Luca Büttner), Hatice (Lara Fieritz), Boris-Sebastian (Simon
Rippe), Nina-Nicole (Lucie Ketzscher) und Tuncay (Serhat Günel) im
Trollstieg 4a wieder so richtig drunter und drüber. Die Akteure
definieren den Begriff "Nachbarschaftsstreit" durch ihr überzeugendes
Schauspiel völlig neu. Mittendrin Engel Lukas (Daniel Köntges) mit dem
göttlichen Auftrag, die vorurteilsbestimmte Antihaltung der Familien
zu überwinden und Frieden zu stiften. Die aufgeworfenen, aktuellen
Fragestellungen der Zeit behalten die Schülerinnen und Schüler dabei
trotz überzeugender Slapstick- und Akrobatikeinlagen immer sehr
senibel und mit angemessener Tiefe im Auge, thematisieren sie aber mit
jugendlich leichter Hand und hohem Unterhaltungswert.

Eine kongeniale Grundkonstellation,die sich Texter und Lehrer Thomas
Lehnhardt da einfallen ließ und die allen Beteiligten jede Menge Raum
für pralles, wortgewitztes Musical mit abwechselnd druckvoller und
sehr gefühlvoller Live-Musik bietet. Die stammt aus der Feder von
Marius Lehnhardt. Tänze und aufregende Sportakrobatik,
Slapstick-Komik, die jugendliche Frische der Darsteller und
actionreiche Szenen boten sehr humorvolle Unterhaltung für die ganze
Familie. Musikalisch kann die Kulturschule ohnehin aus dem Vollen
schöpfen. Viele der Sängerinnen und Sänger sowie der Musiker sind den
Harburgern von vielen öffentlichen Konzerten mit eigenen Bands, nicht
zuletzt dem jährlichen Weihnachtskonzert der GSH, bereits bestens
bekannt.

Am Donnerstag war erneut Premiere und auch die Neuinzenierung
begeisterte die Premierengäste. Mut und Können der Schülerinnen und
Schüler der GSH überzeugten vollends. Jeder Szenenapplaus, die vier
vom Publikum, anhaltend applaudierend, geforderten Zugaben und standig
ovations waren wohlverdient.

Zitat bei Facebook von Celine Kilian (Vorzimmerengelchen)

: "Leider ist es jetzt vorbei ,aber über ein neues Musical würde ich mich sehr freuen!"

Dem kann ich mich nur anschließen.
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