Fracking auch in Harburg

Wann? 23.07.2013 18:30 Uhr

Wo? Rieckhof, Rieckhoffstraße 12, 21073 Hamburg DE
Hamburg: Rieckhof |

Kein Gift in unser Wasser

Alle 14 Tage dienstags, das nächste Mal am 23.07.13 um 18:30 Uhr, treffen sich Frackinggegner in Hamburg-Harburg. Treffpunkt ist der Rieckhof, Rieckhoffstraße 12, in den Räumen Amrum und Föhr im 1. Stock. Die BI (Bürgerinitiative) hat sich spontan am 31.05.13 mit ca. 20 Mitstreiterinnen und Mitstreitern gegründet.

Fracking heißt übersetzt Aufbrechen. Damit soll die Durchströmbarkeit des Bodens verbessert werden. Es geht um die Erschließung sog. unkonventioneller Erdgas- -und -ölvorkommen. Von solchen Vorkommen spricht man, wenn das Gas/Öl im Gestein eingeschlossen ist und nicht konventionell gefördert werden kann. Beim Fracking wird eine Mischung aus teilweise sehr giftigen Chemikalien, Sand und Wasser unter hohem Druck in den Boden gepresst. Beim Fördern von gefracktem Gas/Öl werden große Menge Lagerstättenwasser (LaWa) mitgefördert. LaWa ist extrem salzhaltig und enthält krebserregende Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle und oft auch radioaktives Material. LaWa und Frac-Fluid (Flowback) müssen als Sondermüll entsorgt werden. Dies geschieht üblicherweise, indem diese hochgiftige Suppe in alte, ausgeförderte Gasbohrungen in den Untergrund verpresst werden.

Sowohl Fracking als auch die Handhabung des LaWa bedrohen Grund- und Trinkwasser unmittelbar, Verunreinigungen und die Vernichtung von Trinkwasservorräten können nicht ausgeschlossen werden!

Hinzu kommt, dass die Bohrlöcher beim Fracken sehr häufig undicht werden. Die gefährlichen Flüssigkeiten können sich dann einen Weg aus der Tiefe in die Grundwasserleiter suchen. Auch das Erdgas kann über solche „Wegbarkeiten“ ins Grundwasser oder an die Erdoberfläche gelangen. In den USA, wo seit 8 Jahren massiv im Schiefergestein gefrackt wird, treten so Methanverluste von bis zu 9 Prozent auf. Methan ist ein 25mal stärkeres Treibhausgas als CO2. Fracking hat eine schlechtere Klimabilanz als Braunkohlekraftwerke.

Es hat sich längst gezeigt, dass sowohl Fracking als auch die Verpressung der Abwässer jetzt schon zur Vergiftung des Grundwassers führen. Experten warnen, dass die Abermillionen Liter verpressten Flowbacks eine Zeitbombe sind, denn diese Flüssigkeit kann auch erst nach Jahren nach oben gelangen. Und sowohl Fracking als auch Verpressung lösen nachgewiesen Erdbeben aus – ein Alptraum für Hausbesitzer, aber auch für die Deichsicherheit.

„Chemie gehört ins Labor und nicht in den Boden und Lagerstättenwasser muss da bleiben, wo es ist – im Untergrund.“ Trinkwasserschutz und Gesundheitsvorsorge haben oberste Priorität!

In Hamburg trifft ExxonMobil aktuell Vorbereitungen zum Fracking. Gerade in einem dicht besiedelten Gebiet wie Hamburg und seinen Wasserschutz- und Wassereinzugsgebieten, seinen Naturschutz- sowie Landschaftsschutzgebieten, müssen wir uns gegen „Fracking“ zur Wehr setzen.

i.A. der BI
Michael Schulze

Kontakttelefon: 040 / 181 699 00
Web: http://bi-ffh-harburg.de
Mail: info@bi-ffh-harburg.de
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