Die Waschmaschinentragödie: Lesung Stanislaw Lem

Wann? 26.06.2015 19:30 Uhr

Wo? MehrWertKultur, Nobléestraße 13A, 21075 Hamburg DE
Hamburg: MehrWertKultur | Die Waschmaschinentragödie von Stanislaw Lem (1921–2006)

Der polnische Arzt Stanislaw Lem war ein Multi-, wenn nicht gar ein Universalgenie. Ein IQ von 180, Neugier und ausgeprägter Forscherdrang machten ihn nicht nur zum kenntnisreichen und visionären Kybernetiker und Naturwissenschaftler, sondern auch zum Philosophen und Literaten. Er verarbeitete in seiner Literatur Grenzprobleme vieler Wissenschaften, z.B. der Kernphysik, der Mathematik, der Mikrobiologie, aber auch der Soziologie.

Lem ist vor allem durch seine anspruchsvollen Science-Fiction-Erzählungen bekannt geworden, gleichzeitig gilt er jedoch als einer der größten Gegner dieses Genres, das er gern mit satirischer Kritik bedachte.

In seinem Werk „Sterntagebücher“ ließ er den Raumfahrer Ijon Tichy auf äußerst humorvolle Weise nicht nur galaktische Abenteuer beschreiben, sondern erfand für ihn im Jahr 1957 auch eine irdische Episode - nämlich „Die Waschmaschinentragödie“ - : Intelligente Maschinen treiben es hier auf die Spitze!

Warum ist die Ehefrau-Ersatzmaschine ein Hit und die Einstein-Ersatzmaschine ein Flop? ….....

Zwei konkurrierende Waschmaschinenhersteller statten ihre Maschinen mit immer mehr Intelligenz und einer wachsenden Anzahl von Fertigkeiten aus. Allerdings schließen sich die zunehmend intelligenter werdenden Maschinen leider zu Gangsterbanden zusammen und überfallen harmlose Passanten. Man erlässt Gesetze, um dieser Auswüchse Herr zu werden. Zu diesem Zeitpunkt kann man Waschmaschinen allerdings kaum noch von Menschen unterscheiden, da sie ihnen täuschend ähnlich sehen, sich wie sie verhalten und wie sie sprechen.

Was tun, wenn nicht mehr erkenntlich ist, ob Juristen und gesetzgebende Politiker Menschen oder Maschinen sind? ….........
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