Der Umsonstladen sammelt Spenden für die Hamburger Flüchlinge aus Lampedusa

Hamburg: Umsonstladen Heimfeld |

Vom 14. Oktober bis zum 28.Oktober wird der Verein ContraZt e.V. Spenden,
für die Lampedusa-Gruppe in Hamburg, sammeln.

Bitte während der Öffnungszeiten, im Bücherumsonstladen
Nobleestraße13a, mit dem Hinweis Lampedusa abgeben.
Öffnungszeiten Umsonstladen Nobleestraße: Montag: 10 - 12 Uhr, Dienstag:
10 – 12 Uhr. Mittwoch: 17 – 20 Uhr, Freitag: 16 – 19 Uhr, Samstag: 15 –17 Uhr
Telefon: 0176 - 32 85 91 14.
Die Spenden werden in der letzten Oktoberwoche zu den Flüchlingen gebracht.

Folgende Artikel werden gebraucht:

* intakte Männerschuhe ab Größe 42
* originalverpackte Socken und Unterwäsche
* Rucksäcke und Taschen
* Schlafsäcke und Isomatten
* Schreibmaterial und z.B. Wörterbücher (darum kümmere ich mich)
* Einmalgeschirr
* Hygieneartikel, wie z.B. Duschzeug, Einwegrasierer, Deo und
Körperlotion bzw. Vaseline, Zahnbürsten, Zahnpasta
* Geschirrhandtücher * Lebensmittel zum Frühstücken
* Kaffee & Milch und Wasser warme Männerbekleidung, besonders Jacken und
Hosen,keine großen Größen, sondern für schmaler gebaute Männer
* Musikinstrumente (gerne Trommeln)
*
Hintergrund
*
Aufgrund des NATO-Krieges in Libyen flüchteten unzählige Menschen,
teilweise auch unter Zwang, über das Mittelmeer nach Italien.
Diejenigen, die die Überfahrt überlebten, wurden dort aus humanitären
Gründen als Flüchtlinge anerkannt und innerhalb des italienischen
Asylsystems, mit EU-Finanzierung, verwaltet. Als die externe
Finanzierung für die Geflüchteten des Libyen-Kriegs auslief, bemühte
sich die italienische Regierung darum, die Geflüchteten loszuwerden und
begann sie aus den Lagern rauszuwerfen. Viele Geflüchteten und
Migrant_innen sind in Italien gezwungen, auf der Straße zu leben. Das
Land bietet weder Arbeit noch andere Perspektiven und wird seid längerem
von Anwält_innen und internationalen Verbänden wegen der humanitären
Katastrophe im Asylsystem kritisiert.

Im weiteren Verlauf wurde den Geflüchteten von der italienischen
Regierung Papiere ausgestellt, mit denen sie sich legal im Schengen-Raum
bewegen können. Die Papiere sind sonst aber völlig wertlos, da mit ihnen
weder eine Arbeitserlaubnis noch das Recht auf medizinische oder soziale
Unterstützung verbunden ist. Weiter wurde den Geflüchteten die
Weiterreise nach Zentraleuropa nahegelegt und Geld für diesen Zweck
übergeben.
Die Konsequenzen der Auseinandersetzungen zwischen den europäischen
Regierungen auf ihrem Rücken sind vielen Geflüchteten erst viel zu spät
aufgefallen. Über den letzten Winter waren viele in
Winternotunterkünften untergebracht, die vor über 5 Wochen geschlossen
wurden. Seitdem sind die meisten, allein in Hamburg wohl über 250
Menschen, dazu gezwungen auf der Straße zu leben. Der deutsche Staat,
der selbst am Krieg in Libyen beteiligt war, und allen voran der
Hamburger Senat wollen keine Verantwortung für die Kriegsflüchtlinge
übernehmen und die Situation aussitzen.

http://www.umsonstladen-harburg.de/
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