August Meynerts wurde 103 Jahre alt

Der Heimfelder August Meynerts ist ältester Bewohner des Senioren Centrums An der Rennkoppel. Er wurde gestern 103 Jahre. Foto: ast (Foto: Foto: ast)
Hamburg: Seniorenzentrum | Von Andrea Stein.
August Meynerts liebt Schokolade, und am allerliebsten isst er die quadratische mit Nougat-Geschmack. Sohn Uwe Meynerts hat seinem Vater eine Tafel mitgebracht. Das macht er immer, wenn er den alten Herrn im Seniorenzentrum An der Rennkoppel besucht. Ob nun Schokolade das Rezept für ein langes Leben ist, sei dahin gestellt. August Meynerts jedenfalls hat gestern seinen 103. Geburtstag gefeiert und erfreut sich noch immer guter Gesundheit.
Meynerts wurde am 14. September 1908 in Harburg geboren. Er wuchs mit seinen beiden Schwestern Lilly und Helene auf und besuchte die ehemalige Mittelschule in der Wöllmerstraße. Die Familie legte großen Wert auf musikalische Erziehung: Hausmusik mit Geige und Klavier, gemeinsam mit den Schwestern und dem Vater, gehörten zum täglichen Miteinander.
1939 heiratete er Eleonore Krause, Sohn Uwe kam 1942 zur Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der russischen Gefangenschaft arbeitete August Meynerts als Buchhalter bei der Deutschen Wohnungsbaugesellschaft und später bei der SAGA in Harburg. Seit 47 Jahren ist er außerdem Mitglied der SPD und noch länger, seit 1951, Mitglied der Deutschen Angestellten Gewerkschaft.
Fragt man ihn nach den schönen Zeiten seines Lebens antwortet er ganz spontan: „Der Urlaub in Italien, da sind wir immer mit dem Auto hingefahren“, schwärmt der Senior. Aber auch Mallorca gehörte zu seinen Lieblingszielen.
Auch wenn es mittlerweile mit seinen Ohren etwas hapert, mit dem Gehwagen ist er erstaunlich gut zu Fuß, und, so weiß seine Schwiegertochter, wenn im Seniorenheim getanzt wird, ist er gerne mit dabei.
An seinem Geburtstag, der in diesem Jahr im Senioren Centrum gefeiert wurde, saßen vier Generationen an einem Tisch: neben Sohn Uwe gratulierten auch die beiden Enkeltöchter Martina und Melanie sowie die Urenkel Johannes, Julian, Mailin und Marisa.
Und wenn all der Trubel vorbei ist, wird August Meynerts bestimmt auch wieder die ruhigen Minuten am Fenster im ersten Stock des Seniorenwohnheims geniessen. An der Baustelle gegenüber gibt es schließlich viel zu sehen.
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