Amnesty International eröffnet im Harburger Rathaus Ausstellung gegen Folter

Martin Strohsal bei der Eröffnungsrede
Hamburg: Rathaus Harburg | "Folter ist nichts aus dem Mittelalter, wie manche denken. In 141 Ländern der Welt wird Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht ernstgenommen. Das heißt, es wird dort gefoltert."

Mit diesen Worten eröffnete Martin Strohsal, 76, Amnesty-International-Mitglied seit 20 Jahren, die Ausstellung zum Thema "Stop Folter", die vom 1. bis 12. Februar im repräsentativen Treppenhaus des Harburger Rathauses zu sehen ist.

Alltägliche Gegenstände wie Zigaretten, Einwegrasierer, Kopfhörer werden ausgestellt samt Erläuterung, wie damit in verschiedenen Ländern gefoltert wird.

Auf 12 großen Informationstafeln gibt es Informationen von Amnesty International, wo und zu welchen Zwecken Folter eingesetzt wird und wann Menschen besonders gefährdet sind, gefoltert zu werden. Transparenz in Rechtsverfahren ist der wichtigste Punkt ist, um Folter einzudämmen, da am häufigsten kurz nach der Verhaftung gefoltert wird, wenn kein Zugang zu einem Rechtsbeistand gewährt wird und der Haftort geheimgehalten wird.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich konkret für einzelne Folteropfer einzusetzen, Petitionslisten liegen dazu auf dem Ausstellungstisch im ersten Stock aus.
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