„Wir sind immer die Exoten“

U-15-Meister und U-17-Vizemeister: Philipp (13) und Christopher Wilbrand (15) waren stellvertretend für ihre Mannschaft – die „Piranhhas“ – ins Bezirksamt gekommen. Foto: cvs

ETV-Floorballer wurden Deutscher Meister – Auszeichnung im Bezirksamt Eimsbüttel

Von Christopher von Savigny. Über ihre Sportart machen sich Philipp (13) und Christopher Wilbrand (15) wenig Illusionen. „Wir sind eigentlich immer die Exoten“, erzählen die beiden jungen ETVler, die sich vor mittlerweile acht Jahren dem Floorball verschrieben haben. Bei der Sportlerehrung der Bezirksversammlung Eimsbüttel wurden die Gebrüder Wilbrand jetzt für ihre Leistungen ausgezeichnet: Im Juni war die U-15-Floorball-Mannschaft des Eimsbüttler Turnverbands (ETV) Deutscher Meister geworden – zudem schafften die Nachwuchssportler einen 2. Platz in der Altersklasse U 17.
Für das Eimsbütteler Team – Beiname „Piranhhas“ (mit zwei „h“) – war es der erste größere Erfolg in ihrer noch jungen Geschichte. Hatten sie damit gerechnet? „Nö, damit gerechnet nicht“, sagt Philipp. „Aber wir hatten uns schon vorgenommen, weit zu kommen.“

Teamarbeit und Technik sind wichtig beim Floorball

Zugegeben: Floorball kennt nicht jeder. Christopher braucht nur fünf Worte, um seine Sportart zu erklären. „Wie Eishockey – nur ohne Eis“, sagt er. Im tiefsten Bayern, in einem kleinen Nest namens Kaufering, hatten die „Piranhhas“ ein ganzes Wochenende lang um den Titel gekämpft.
Insgesamt acht Mannschaften hatten sich qualifiziert – und für die Hamburger sah es zwischenzeitlich gar nicht so gut aus, da sie als Gruppenzweiter nur so gerade eben ins Halbfinale einzogen waren. Mit viel Kampfgeist bezwangen die „Piranhhas“ schließlich im Endspiel das Gastgeberteam mit 11: 6. Philip wurde zum besten Spieler des Finales gekürt, sein Bruder Christopher schaffte ins Allstar-Team des Turniers.
Gespielt wird beim Floorball immer drei gegen drei, wobei die Mannschaften weitaus mehr Mitglieder haben, damit ständig durchgewechselt werden kann. Gute Teamarbeit und Technik spielten eine große Rolle, erklären die beiden Wilbrands. „Floorball ist anstrengend, man ist schnell k.o.“ Angefangen haben Philipp und Christopher mit Tennis – bis ihre Mutter sie zum Floorball brachte. „Schläger und Ball – das kannten wir ja schon“, sagt Christopher.

300 Sportler

Bei der Veranstaltung im Bezirksamt Eimsbüttel wurden gut 300 Sportler aus den Bereichen Ballsport, Fechten, Tanzen, Schach, Turnen, Kampfsport, Bogenschießen, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen und Curling ausgezeichnet. Die erste Sportlerehrung im Jahr 2007 war noch mit knapp 70 Ehrungen über die Bühne gegangen.
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