Vier Spiele, vier Siege: Traumstart für ETV-Damen

Vier Spiele, vier Siege – die „Neuausrichtung beim Mädchen- und Frauenfußball“ im ETV hat verheißungsvoll begonnen. Foto: pr
Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel - Vier Spiele, vier Siege, bei einem Torverhältnis von 33:3 verlustpunktfreie Spitzenreiterinnen in der Frauenfußball-Kreisliga Ost – die „Neuausrichtung beim Mädchen- und Frauenfußball“ (O-Ton Verein) im ETV hat verheißungsvoll begonnen. Sie hat aber auch eine nicht unbedingt verheißungsvolle Vorgeschichte.
Noch in der gerade angelaufenen Spielzeit errangen die Spielerinnen um ihre beiden Trainer Flemming Nielsen und Ulf Ancker als A-Juniorinnen-Team des FC St. Pauli die hamburgische Meisterschaft. Dann überwarfen sich Trainerteam, Nachwuchskickerinnen und Vorstand auf der einen und Frauenfußball-Abteilung auf der anderen Seite. Nielsen, seit Mitte 2006 Mädchen- und seit 2009 A-Mädchentrainer bei den Braun-Weißen, scheiterte im April mit seinem Vorhaben, „eine allein entscheidungsbefugte sportliche Abteilungsleitung“ zu etablieren. Für die traditionell „basisdemokratisch“ orientierte Abteilung der Kiezianerinnen ein Unding. Eine Mitarbeit in der von der Abteilung beschlossenen „Arbeitsgemeinschaft Sportliches Konzept“ lehnte Nielsen ab. Er begründete dies mit „der sportlichen Inkompetenz“ des Gremiums. Anfang Juni traten Nielsen und Ancker aus der Abteilung aus.
Mit Hilfe der Rugby-Abteilung versuchte Nielsen dann, sein Juniorinnen-Team als 3. Frauen-Mannschaft des FC St. Pauli für den Spielbetrieb anzumelden. Die dazu allein befugte Frauenfußball-Abteilungsleitung zog die Meldung dann aber sogleich wieder zurück.
Beim ETV können Nielsen, „der künftige Vorsitzende des Ausschusses für Mädchen- und Frauenfußball“ und Ancker nun „ungestört“ daran gehen, die Neuausrichtung konzeptionell zu unterfüttern. „Ein Schwerpunkt wird der Ausbau von Kooperationen mit den umliegenden Schulen sein“, heißt es dazu vom ETV. „Ziel des neuen Konzeptes ist es, den Unterbau für ein starkes Frauenteam zu entwickeln, sodass allen Mädchen beim ETV eine tolle Perspektive geboten werden kann.“
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