Viel mehr als Kampfsport

Dauergäste bei der Sportlerehrung: Die jungen Tangun-Kämpfer kamen geschlossen ins Hamburg Haus. (Foto: Drechsler)

Bei Tangun lernten auch Menschen mit Behinderung Taekwondo

Von Jakob Drechsler, Eimsbüttel – "Taekwondo bietet extrem hohe Koordinationsmöglichkeiten, schult die Konzentration und die Motorik.“ Oktay Cakir könnte noch weitaus mehr Vorzüge seines Sports anführen, den der mehrfache Weltmeister seit mehr als 20 Jahren in der Eimsbütteler Sportschule Tangun lehrt.
An der Wieckstraße wurden diese Vorgaben im vergangenen Jahr wiederholt hervorragend umgesetzt – weshalb gleich 16 junge Kämpfer von der Bezirksversammlung ausgezeichnet wurden. Vor allem bei der Mini-WM in Sindelfingen räumte der Eimsbütteler Taekwondo-Nachwuchs mit mehreren Titeln ab.
Sportlicher Erfolg ist aber nicht das einzige Ziel des Tangun-Teams. „Die Schüler lernen, sich an Regeln zu halten. Außerdem ist das für viele auch eine Art Ablassventil“, sagt Cheftrainer Cakir und führt das Beispiel eines Jungen an, der wiederholt von der Schule flog. Bis er beim Taekwondo landete, dadurch ruhiger wurde und zurück in die Spur fand.
Stolz ist Cakir neben diversen Schulkooperationen nach wie vor auch auf die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Pinneberg, wodurch sieben Jahre lang Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen an den Sport herangebracht wurden. „Einer stand sogar kurz vor dem schwarzen Gürtel“, sagt Cakir, selbst Träger des 7. Dan, über das „kleine sportmedizinische Wunder“.
Bei Tangun können schon Kinder ab vier Jahren in den koreanischen Kampfsport einsteigen. Die körperlichen Voraussetzungen sind dabei Nebensache, sagt Cakir. Nur eines sei Bedingung: „Die Kinder müssen aufnahmefähig sein.“
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