Uwe-Seeler-Preis für HEBC und SC Sternschanze

Im Rathaus mit einem Idol: Die Delegation des SC Sternschanze mit Uwe Seeler. (Foto: pr)

Fußballclubs werden für Jugend- und Integrationsarbeit ausgezeichnet

Fritz Schenkel, Eimsbüttel/Sternschanze

Die dichtbesiedelten Einzugsgebiete der beiden Vereine sind gut, aber bei weitem nicht ausreichend mit Sportanlagen bestückt. Dennoch schaffen es der Hamburg-Eimsbütteler Ballspiel-Club (HEBC) und der SC Sternschanze (SCS) seit Jahren, in ihren Fußballabteilungen herausragende Jugendarbeit zu leisten. Dafür sind sie in diesem Jahr mit dem Uwe-Seeler-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet worden.
Sportsenator Andy Grote lobte die Vereine im Rathaus, sie leisteten „unermüdlich Herausragendes. Sie vermitteln Werte und Tugenden, bauen Brücken zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten und entwickeln Persönlichkeiten.“ Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes, hob die Nachhaltigkeit und Integrationskraft der beiden Klubs für ihre jeweiligen Stadtteile hervor.
So habe der HEBC durch „strukturelle Veränderungen“ die Anzahl seiner Jugendmannschaften auf 24 steigern können. Der SC Sternschanze schaffe es, mit derzeit 21 Jugendteams sowie seinem Fußball-Kindergarten „Rudelbildung“ den schwierigen Rahmenbedingungen im Schanzenviertel zu trotzen. Ferner sei der Verein Vorreiter bei der Einführung der Fairplay-
Liga für die Jüngsten gewesen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse können bei weitem nicht mehr alle Kinder aufgenommen werden, die spielen möchten.
Für Uwe Seeler war die Preisverleihung deutlich sichtbar eine willkommene Abwechslung von den bohrenden Gedanken über die triste Lage seines HSV. Was kann es Schöneres geben, als nach dem offiziellen Teil auf einem Sofa zu sitzen, über Fußball zu erzählen und in aufmerksame, staunende und lachende Kindergesichter zu blicken.

Der Preis
Gestiftet wurde der mit 10.000 Euro dotierte Uwe Seeler Preis anlässlich des 50. Geburtstags des Hamburger Ehrenbürgers und Fußballidols. Das Preisgeld kommt seit 1986 der Jugendarbeit verdienter Vereine zugute. Der HEBC ist der einzige Verein, dem die Ehrung nach 1991 bereits zum zweiten Mal zuteil wurde.
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