„Scheiß Vuvuzela“

Trotz Niederlage: Der Anhang des HFC Falke feiert die Mannschaft. (Foto: fs)

HFC Falke scheitert im Oddset-Pokal am TSV Buchholz 08

Fritz Schenkel, Stellingen

Der Nachmittag am Stellinger Sportplatzring hätte einer für Fußball-Romantiker werden können. Der HFC Falke, Noch-David aus der Kreisklasse, in der 4. Runde des Oddset-Pokals gegen den Goliath Buchholz 08 aus der Oberliga. „Denn wir haben einen Traum“ steht auf einem großen Transparent im Block der 500 Falkianer. Hamburger Pokalsieger und dann in der ersten DFB-Pokalrunde Heimspiel gegen den HSV. Das hätte was.
Schon vor dem frühen 1:0 Falkes durch Onno Lorenzen ist deutlich zu spüren, dass die Buchholzer mit der Szenerie auf und neben dem holprigen Rasen nichts anfangen können. Der giftige HFC hält den hohen Favoriten weitestgehend von den gefährlichen Zonen fern, den Buchholzern fällt dazu nichts ein. Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens, den HFC-Support.
Der achtköpfige Fanclub der Buchholzer wird wiederholt zur akustischen Gegenwehr aufgefordert. Doch die Kutten aus der Nordheide wollen über das ihnen hingehaltene Stöckchen noch nicht springen. Stattdessen antworten sie mit ihren beiden mitgebrachten Signalhörnern. „Scheiß Vuvuzela, wir singen scheiß Vuvuzela“ schallt es ihnen prompt entgegen.

Totenkopfpullis, AFC-Fans: Bunt gemischter Anhang

Grenzenloser Optimismus indes bei den drei Jungs, die die neben dem Tor an der Strafraumgrenze postierte Anzeigetafel bedienen. Sie haben es sich schon lange 30 Meter entfernt auf den Stehtraversen gemütlich gemacht. Mit weiteren Treffern rechnen sie offensichtlich nicht.
Dann aus dem Nichts das 1:1. Es weckt die Jungs, die zur Anzeigetafel rennen, und den gegnerischen Fanclub: „Und hier regiert Buchholz 08.“ In der Schlussminute muss Falke auch noch das 1:2 und Pokal-Aus ertragen.
Der Anhang harrt minutenlang aus, um die Mannschaft noch zu feiern. Andere, sogar in den Totenkopf-Pullovern St. Paulis, gehen schon. Von der Gegengeraden schallt das lang gezogene „AFC, AFC“ der Fans von Altona 93, das sich akustisch nicht vom „HFC“ der Falkianer unterscheiden lässt, herüber.
Der HFC Falke scheint zu einem Ort für Fußball-Romantiker unterschiedlichster Farben zu werden.
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