Pyro-Show und Polizei-Einsatz

Rauchschwaden nach Pyro-Show: Die Partie SC Sternschanze 2 gegen HSV 3 begann erst mit Verspätung, nachdem sich der Bengalo-Qualm verzogen hatte. (Foto: SC Sternschanze)

Holsten-Pokal: Sternschanze demütigt HSV

Fritz Schenkel, Sternschanze

Das hätte sich kein Marketing-Stratege besser ausdenken können. Auf dem Bahnhofs-vorplatz an der Sternschanze
der heimelige Weihnachtsmarkt, nur wenige Schritte davon entfernt auf dem Sportplatz Sternschanze ein Polizeieinsatz mit mehreren Dutzend Bereitschaftspolizisten. Mehr Klischee geht nicht – für die Touristen wie auf dem Tablett serviert.
Warum der martialische Aufzug? Knapp 300 Zuschauer bildeten die Kulisse des Holsten-Pokal-Achtelfinals zwischen dem SC Sternschanze 2 und dem HSV 3. Ein Fußball-Klassiker des Wettbewerbs für zweite Ligamannschaften. Der Underdog aus der Bezirksliga gegen die klassenhöhere dritte Garnitur mit dem großen Namen.
Das denkwürdige Duell begann mit achtminütiger Verspätung. So lange dauerte es, bis sich die Schwaden der vorher beim Schiedsrichter angekündigten „Pyro-Show“ des SCS-Anhangs soweit verzogen hatten, dass man seinen Nebenspieler wieder erkennen konnte.

Faire Partie mit Rangeleien unter Fans

Die favorisierten, aber stark ersatzgeschwächten Rothosen bekamen in der giftigen, aber jederzeit fairen Partie in den ers-ten 45 Minuten kein Bein auf die Erde. Der 3:1-Halbzeitstand für den SC Sternschanze war höchst verdient. Das schien einem Teil der 100-köpfigen HSV-Anhängerschaft ebenso wenig zu gefallen wie der nicht unbedingt HSV-freundliche Support auf Seiten Sternschanzes. Ein Dutzend HSVer versuchte sich in einem „Block-Sturm“ und in der Aneignung von Sternschanzes Transparenten. Die voraussehbare Gegenwehr führte zu einer kurzen, heftigen Rangelei, in deren Verlauf das umsichtige Schiedsrichtergespann die Partie mehrere Minuten lang unterbrach.
Mit Hilfe der HSV-Spieler gelang es, die Situation soweit zu beruhigen, dass weiter gespielt werden konnte. Vorsorglich wurde jedoch die Polizei gerufen, um auch einen gewaltfreien Abmarsch zu gewährleisten. Mit zwei Reihen Bereitschaftspolizisten zwischen den Fangruppen wurde der bereits leicht alkoholisierte „erlebnisorientierte“ Teil der HSV-Anhänger von weiteren Dummheiten abgehalten. Diese Prävention schien notwendig, denn auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nur wenig am Spielgeschehen. Am Ende stand eine 1:5-Demütigung für den HSV 3.
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