Peter Torke: Der ewige Vorsitzende

Lauter stattliche Zahlen: Peter Torke trat vor 55 Jahren Grün-Weiss Eimsbüttel bei, ist seit 40 Jahren Vereinsvorsitzender. Am Dienstag (21. Februar) wurde er 75 Jahre alt. (Foto: pr)

Urgestein lenkt seit 40 Jahren den Sportverein Grün-Weiss Eimsbüttel – jetzt ist er 75 Jahre alt geworden

Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel – Es gibt ein geflügeltes Wort des ehemaligen HSB-Vorsitzenden Klaus-Jürgen Dankert: „Er ist der schnellste Vorsitzende Hamburgs.“ Der schnellste sei er deshalb, um auf den Fluren im Haus des Sports nicht angesprochen werden zu können. „Denn wenn er angesprochen wird, übernimmt er auch gleich eine Funktion.“
So gesehen ist Peter Torke ständig zu langsam gewesen, denn er hat jede Menge Aufgaben übernommen: Seit 1972 ist er Vorsitzender des Eimsbütteler Sport-Vereins Grün-Weiss Hamburg von 1901, oder Grün-Weiss Eimsbüttel, wie er in aller Welt genannt wird. Vor 55 Jahren trat er dem Verein bei. Am Dienstag (21. Februar) wurde Torke 75 Jahre alt.
„Ich habe immer nur Handball gespielt – auch noch auf dem Großfeld“, sagt Torke. Feldhandball auf Fußballfeldern ist noch in den 1950er Jahren eine überaus populäre Sportart gewesen, bei deren Spitzenspielen mehrere Zehntausend Zuschauer keine Seltenheit waren. Und weil ihn dann wahrscheinlich irgendjemand angesprochen hat, ist der in Breslau geborene Torke, der seit 1950 in Hamburg lebt, seit 1958 auch Handball-Schiedsrichter und -Kampfrichter. Immer noch. Und seit 1959 Leiter der Handball-Abteilung. Und seit 1963 Vorstandsmitglied. Und bis 1986 auch Männer-Spielwart und Lehrwart im Hamburger Handball-Verband.
Auf die Frage nach den Gründen für diese überbordende Bereitschaft, anzupacken und Verantwortung zu übernehmen, weiß auch Torke keine schlüssige Antwort. „Selbstverständlich habe ich auch noch Hobbys. Ski laufen und Hochtouren, durchs Ötztal, den Silvretta hinauf oder am Montblanc.“ Allerdings ginge das in seinem Alter nun nicht mehr.
An Langeweile wird Torke deswegen aber noch lange nicht leiden, denn eines ist er nie gewesen: Langsam im Denken. Er hat die Wandlung „seines“ Sportvereins zu einem modernen Freizeit- und Breitensportverein verantwortlich gestaltet. „Wir haben noch einiges vor“, so Torke. „Wir wollen einen Bewegungskindergarten auf die Beine stellen, und dieses Projekt will ich noch begleiten.“
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