Niendorf ist der Eimsbütteler Meister

Starke Truppe: Die Kicker des Niendorfer TSV haben sich souverän den inoffiziellen Titel des Eimsbütteler Hallenmeisters erspielt. (Foto: fs)

Erst ETV-Cup, dann Zeus-Cup: Oberligist gewinnt beide Eimsbütteler Hallenfußball-Turniere

Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel – Die Frage nach dem Eimsbütteler Hallenfußball-Meister 2012 ist beantwortet: Er heißt Niendorfer TSV. Nach seinem Sieg beim Hallenturnier des ETV vor zehn Tagen gewann der Oberligist auch den Zeus-Cup des HEBC am vergangenen Wochenende. In dem rührig organisierten Turnier in der Halle Budapester Straße bildeten die Niendorfer trotz eines nur knappen 1:0-Endspielsiegs über den HEBC erneut eine Hallenfußball-Klasse für sich.
Niendorf qualifizierte sich im Halbfinale mit 5:3 gegen Teutonia 10 fürs Endspiel, der HEBC mit 4:1 gegen den SC Sperber. Und es wurde endlich mal ein Finale, das diesen Namen auch verdient hatte: Spannung, Dramatik, sehenswerte Kombinationen, Einsatz, reihenweise allerbeste Torchancen und mit Sezer Yüksel und Sven Wolgast zwei exzellente Torhüter.
Dass nur ein Treffer fiel, lag in erster Linie am überragenden HEBC-Keeper Wolgast, der völlig zu Recht zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde. Auf der anderen Seite ließ Yüksel in der Schlussphase zweimal den Torschrei auf HEBC-Lippen ersterben. Dass Malte Wilhelm im Finale für den entscheidenden Treffer sorgte und zum besten Akteur des Turniers bestimmt wurde, war ebenfalls kein Zufall: Spielintelligenz, ein erstaunliches Gefühl im Fuß und Durchsetzungsvermögen trotz seiner nicht gerade imposanten Statur hoben ihn aus einer sehr homogenen Niendorfer Mannschaft noch heraus.
Da der Zeus-Cup auch im kommenden Jahr in der Halle Budapester Straße stattfinden soll, wäre den Turnier-Organisatoren zu wünschen, dass sich eine Finanzierungsmöglichkeit für Banden hinter den Toren und an der zweiten Längsseite findet. Erst dann wäre es „richtiger“ Hallenfußball und die Atmosphäre noch dichter, als sie es ohnehin schon war. Vielleicht wird auch noch einmal überdacht, ob eingespielte Musik als Stimmungstöter unbedingt sein muss. Häufig fielen die Tore so schnell hintereinander, dass die eingespielte „Torhymne“ für den ersten Treffer noch nicht beendet war, da zappelte das Kunstleder erneut im Netz. Wohltuend war die bis auf wenige Zeitstrafen und „Ey Schiri“-Ausrastern das faire Auftreten aller Teams.
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