Nach 40 Jahren ist mal Schluss

Zusammen haben sie sich 80 Jahre lang für das Deutsche Sportabzeichen stark gemacht: Helga und Hans Kühn legen ihre Ehrenämter nieder. (Foto: pr)

Sportabzeichen-Prüferin Helga Kühn (79) aus Stellingen hört auf

Über 40 Jahre lang erfüllte Helga Kühn ihr Ehrenamt mit Spaß und Freude. Bei Wind und Wetter war sie auf der Kampfbahn am Sportplatzring in Stellingen. Jetzt beendet die 79-Jährige ihre Tätigkeit als Prüferin und Obfrau für das Deutsche Sportabzeichen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.
Die Stellingerin hört nicht auf, weil sie sich für die Aufgabe zu alt fühlt. Es gibt auch andere Gründe: So hat sich Helga Kühn zuletzt immer wieder über den verwahrlosten Zustand der Kampfbahn am Sportplatzring geärgert. Hintergrund: Die Fläche soll bebaut werden, da ist in den vergangenen Jahren wohl nicht mehr so viel in die Pflege der Anlage investiert worden.
Während ihrer aktiven Zeit haben Helga Kühn und ihr Team mehr als 2.500 Sportabzeichen-Prüfungen abgenommen, darunter auch viele Firmen-Mannschaften und Betriebssportgruppen. Angesichts der wenig erfreulichen Bedingungen vor Ort ist es fraglich, ob sich ein Ehrenamtlicher findet, der in die Fußstapfen von Helga Kühn treten möchte. Ihr kann es egal sein, denn Langeweile wird bei der stolzen Oma von vier Enkelkindern im Alter von fünf bis zwölf bestimmt nicht aufkommen. Außerdem beginnt demnächst die Gartensaison, und sie wird sich mit großem Elan der Pflege ihre Beete, Pflanzen und Bäume widmen.
Auch Helga Kühns Ehemann Hans Kühn (84) legt sein Ehrenamt für das Deutsche Sportabzeichen nieder. Er war seiner Gattin in all den Jahren eine große Unterstützung. Der selbstständige Ingenieur freut sich darüber, dass er zukünftig mehr Zeit für seine Erfindungen im Bereich Unterwasser-Antriebe hat.
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