Lila-orange Pleite

HEBC-Akteur Matthias Ebert (rechts) im rasanten Zweikampf in lila-oranger Kluft. Die Eimsbütteler verloren aber 0:5. (Foto: fs)

Ungewohnte Farbenspiele beim Landesliga Duell zwischen HEBC und Teutonia 05

Fritz Schenkel, Eimsbüttel / Sternschanze

Das Spiel beginnt mit Verspätung. Der größte Teil der Fan-Hundertschaft, die das Fußball-Landesliga-Duell zwischen Teutonia 05 und dem HEBC sehen möchte, hat sich auf der Sonnenseite platziert. Dort darf man trotz der großzügigen Abmessungen der Sportanlage Sternschanzenpark aber nicht stehen. Dort stehen die überdachten Trainerbänke, aber keine Zuschauertribünen.
Unter allerlei Verwünschungen in Richtung Schiedsrichter trotten die Zuschauer mürrisch in Richtung Gegengerade. Dorthin, auf die Stehtraversen, wird es die Sonne im Laufe der 90 Minuten nicht schaffen. Im Schatten wird es schnell ungemütlich. „Wichtigtuer“ und „Arroganter Affe“ sind noch die harmlosesten Kraftausdrücke, die sich der Spielleiter anhören muss, aber glücklicherweise nicht hören kann. Auf die Wiedergabe der anderen verzichten wir an dieser Stelle. Der Text ist ja auch für Kinder und Jugendliche zugänglich.

Lautstark und kreativ sind beide Vereine

Weithin hörbar sind dagegen beide Mannschaften. Die Stimmung am einige Kilometer entfernten Reinmüller-Platz in Eimsbüttel ist ja ohnehin bekannt für ihre testosterongeschwängerte Luft. Ähnliches gilt für die „Kreuzkirche“ in Ottensen, wo die „Mottenburger“ von Teutonia 05 normalerweise ihre Heimspiele austragen. Der legendäre Grandacker wird momentan zum Kunstrasen umgestaltet, die Altonaer genießen daher als Vorgeschmack schon mal das Kunstrasen-Exil im Sternschanzenpark. Wie HEBC vor gut zwei Jahren, als der Reinmüller umgebaut wurde. Gemeinsam ist beiden Vereinen auch die Kreativität, mit der sie sich um Spenden für die Umgestaltung bemüht hatten.
Als beide Teams endlich auflaufen können, muss der unbedarfte Beobachter sich erstmal die Augen reiben. Da sind zwar die gewohnten lila HEBC-Trikots, aber dann das: orangene Hosen! Man könnte denken, der HEBC hätte eine Wette verloren und muss nun seinen leichtfertigen Wetteinsatz einlösen.
Nach einer ausgeglichenen, ebenso intensiven wie lautstarken Anfangsviertelstunde entscheidet ein Doppelschlag Teutonias die Partie vorzeitig. Auch nach dem Seitenwechsel ändert sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Letztlich tritt der HEBC mit einem 0:5 die kurze Heimreise an.
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