Karl-Heinz Manja gestorben

Der Meisterspieler Karl-Heinz Manja (r.) als Meistertrainer 1959 mit seinen Spielern Strauch (v. l.), Knubbe, Riedel, Rohden, Guhl, Rohweder, Wullenweber, Risse jr., Sell, Schlumberger und Richert. (Foto: ETV)
Von Fritz Schenkel.
Die Brüder Kurt und Karl-Heinz Manja schrieben in der ausgehenden großen Zeit des ETV in den 1940er und 1950er Jahren in Eimsbüttel Fußball-Geschichte. Nachdem der ältere Kurt bereits 1993 im Alter von 73 Jahren verstarb, ist nun auch „Kalle“ Manja am 27. Februar wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag gestorben.
Karl-Heinz Manja war seinem Bruder zwei Jahre nach dessen Wechsel 1938 an den Lokstedter Steindamm gefolgt. Schon 1939 debütierte das 17-jährige. zumeist als Mittelläufer oder Verteidiger eingesetzte Talent, in der rot-weißen Ligamannschaft. Begünstigt wurde dieser steile Aufstieg durch die Vorbereitungen für den kurz darauf von den Nazis angezettelten Zweiten Weltkrieg. Aus den Reihen des ETV waren bereits die Nationalspieler Hans Rohde, Erwin Stührk und Herbert Panse eingezogen. Karl-Heinz Manja selbst war 1941 „dran“.
1940 und 1942 gelang dem ETV noch zweimal die Wiederholung des Kunststücks aus den 1930er Jahren, dem „ewigen“ Titelträger HSV die Norddeutsche Meisterschaft zu entreißen.
Auch in der Zeit der Zugehörigkeit zur Oberliga Nord in den Jahren zwischen 1948 und 1956 zählten Karl-Heinz Manja und sein Bruder zu den prägenden Spielern. Die ETV-Mannschaft dieser Tage hörte auf den Spitznamen „Die Mannen um die Gebrüder Manja“. Als Karl-Heinz Manja nach dem Oberliga-
Abstieg gemeinsam mit seinem Bruder seine Ligakarriere be-endete, war er mit 215 Oberliga-Einsätzen zum Rekordspieler des ETV aufgestiegen. Sein Bruder Kurt Manja mit 79 Toren aus 210 Oberligabegegnungen Rekordtorschütze.
Die Kugel, die damals nicht immer rund, aber dafür noch aus Leder war, ließ Karl-Heinz Manja auch nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn nicht los. Nachdem er zunächst als Übungsleiter bei Uhlenhorst-Herta und Normannia Harburg gearbeitet hatte, wurde er 1958 beim ETV Trainer der Ligamannschaft und führte sie 1959 zum Gewinn der Hamburgischen Meisterschaft.
1962 wurde Karl-Heinz Manja in den Spielausschuss des Hamburger Fußball-Verbands berufen. Dann hatte er sogar den Mut, eine der schwierigsten Aufgaben im HFV zu übernehmen: 1981 wurde er Vorsitzender des Sportgerichts, dem er bis 1992 angehörte.
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Henry Morgenthau aus Altona | 12.03.2012 | 01:03  
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