Jubel beim HEBC, Alsterbrüder in Sorge

Kicken auf Grand: So bleibt es erstmal an der Gustav-Falke-Straße. Der Platz ist nicht in die Sanierungsliste des Bezirks aufgenommen worden.

Kunstrasen: Zuschlag für Sportfläche an der Tornquiststraße, Gustav-Falke-Platz bleibt vorerst eine Grandfläche

Nun ist es entschieden: Der Hamburg-Eimsbütteler Ballspiel-Club (HEBC) bekommt einen Kunstrasenplatz. Die Stadt stellt 400.000 Euro bereit, um die Sportfläche an der Tornquiststraße zu modernisieren. Während der HEBC jubelt, sind der Fußballclub Alsterbrüder (FCA) und seine Partner enttäuscht. Die Sportfläche an der Gustav-Falke-Straße bleibt vorerst ein Grandplatz – mit allen Nachteilen für die Nutzer.
Hintergrund ist ein Bericht zum baulichen Zustand der Plätze: Demnach ist der Reinmüller-Platz deutlich schlechter als der Gustav-Falke-Platz. Das gab offenbar den Ausschlag.
FCA-Vorsitzender Jörg Heinsohn ist enttäuscht, dass andere Kriterien anscheinend weniger berücksichtigt wurden. Auf dem Gustav-Falke-Platz drängeln sich auch die umliegenden Schulen, bald alle mit Ganztagsbetrieb. Mit diesen und dem ETV, der den Platz mitnutzt, hatte der FCA ein Konzept erstellt und bei der Politik darum geworben. Hauptargument: Alle Beteiligten in dem Quartier mit der höchsten Schuldichte Europas brauchen attraktive, hochwertige, ganzjährig nutzbare Sportflächen. Die jetzige Grandfläche ist im Winter und bei Nässe teilweise über Monate gesperrt. „Dies empfinden wir als beschämend“, so Heinsohn. Der Club und die Anrainer fordern nun, dass der Platz in die Sanierungsliste aufgenommen wird.
Besorgt ist der FCA, da er im Kerngebiet bald der einzige Verein ist, der ausschließlich einen Grandplatz zur Verfügung hat. Alle umliegenden Clubs trainieren größtenteils auf
Kunstrasen. „Dies empfinden wir insgesamt als existenzielle Bedrohung“, so Heinsohn. Der FCA fordert nun feste Zeiten in der Sporthalle am Gustav-
Falke-Platz und Trainingszeiten auf den neu entstehenden
Kunstrasenplätzen an der Tornquiststraße und im Schanzenpark.
Marc Schemmel (SPD) will diese Forderungen an die Verwaltung weitergeben. Zudem hofft er, dass für spätere Jahre eingeplante Sanierungsgelder eventuell doch nicht benötigt werden und dann in Eimsbüttel investiert werden könnten (siehe unten).


Was wird in den nächsten Jahren gemacht?


Größter Posten für 2013 ist der Kunstrasenplatz an der Tornquiststraße (400.000 Euro). Zudem sollen an der Hagenbeckstraße (Stellingen) die Entwässerung des Rasenplatzes und der
Hockey-Kunstrasen erneuert werden (jeweils 100.000 Euro). Am Sachsenweg (Niendorf) ist eine neue Entwässerung für die Rundlaufbahn (50.000 Euro) geplant.
Mit einem Kunstrasen am Bondenwald (Niendorf, 500.000 Euro) und einem neuen Umkleidegebäude am Furtweg in Eidelstedt (300.000 Euro) sind zwei bereits seit Jahren geplante Sanierungen erneut in die Liste aufgenommen worden.
Für 2015 sind 500.000 Euro für einen Kunstrasen am Furtweg in Eidelstedt eingeplant. An sich soll dies über einen Teilverkauf der Fläche (Wohnungsbau) finanziert werden. „Wir hoffen, dass diese Finanzierung klappt und dann Chancen für andere Anlagen bestehen“, so Marc Schemmel, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Eimsbüttel. Ein möglicher Kandidat wäre dann der Gustav-Falke-Platz.
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