Jetzt schmettern sie in der Regionalliga

Erfolreich mit neuem Trainer und gutem Mannschaftsgeist: Die Volleyball-Herren von Grün-Weiß Eimsbüttel wurden Hamburger Meister. (Foto: pr)

Volleyball: Grün-Weiß Eimsbüttel wurde Hamburger Meister und steigt in die vierte Liga auf

Von Fritz Schenkel

Es ist erst ein paar Tage her, da war Eimsbüttel Schauplatz eines historischen Spektakels. Mehr als 4.000 Zuschauer im Stadion Hoheluft, erstmals wurde ein Hamburger Fußball-Pokalfinale live für ein Millionenpublikum in der ARD übertragen. Selbst das „kleine“ Pokalfinale der beiden Eimsbütteler Siebtligisten SC Sternschanze II und Niendorfer TSV II (3:1) auf der ETV-Anlage hatte 400 Besucher.
Der Vergleich hinkt natürlich, wie ein Vergleich überhaupt nur hinken kann, aber von solchen Verhältnissen können Volleyballer nur träumen. „Die große Masse interessiert dieser Sport nicht, zu unseren Spielen kommen höchstens 50 Leute“, sagt Ronald Müller. Der 38-jährige hat mit Grün-Weiss Eimsbüttel den bislang größten Erfolg der Volleyball-Vereinsgeschichte eingefahren: Die Mannschaft um Trainer Carlos Santos ist Hamburger Meister geworden und in die Regionalliga aufgestiegen. Vierte Liga immerhin. Eine Leistung, die in Hamburgs Volleyball-Hochburg Eimsbüttel in unmittelbarer Nachbarschaft des Drittligisten Niendorfer TSV und des Viertligisten ETV erst einmal erbracht sein will.
„Dies ist umso bemerkenswerter, da die Mannschaft vor der Saison drei wichtige Spieler verloren hat und mehrere neue integrieren musste“, so Müller. „Unser Erfolg war vor allem dem engagierten Wirken unseres neuen Trainers zu verdanken, der viele neue Spielvarianten eingebracht hat, und dem traditionell guten Zusammenhalt in unserer Mannschaft.“
Allen ist klar, dass die Luft mit jedem Erfolg dünner wird. Vier Aufstiege in 13 Jahren und in den vergangenen fünf Jahren stets eine bessere Platzierung – das wird nicht ewig so weiter gehen. Müllers Blick geht über das Volleyballnetz hinaus. Ein Pfund, mit dem die aus acht Frauen- und fünf Männerteams bestehende Abteilung wuchern könne, sei die neue Halle am Brehmweg. „Und wir suchen Jugendliche.“
Um die zu begeistern, müsste Volleyball sicherlich auch sein immer noch etwas altbackenes Image verändern. Eventuell über einfachere Regeln? „Da bin ich gespalten. Als Spieler sage ich nein, als Zuschauer würde ich ja sagen“, so Müller. Aber erst einmal kommt die Regionalliga.
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