HEBC: Chronik zum 100. Geburtstag

237 Jahre Vereinsgeschichte an einem Tisch: Die „Präsidenten-Runde“ mit Christian Wriedt (links vorn), Klaus Enghusen, Jürgen Ludwig, Rolf Sass und Walter Cohrs (hinten, v.l.). Foto: ar
Von Anne Rose, Eimsbüttel - Rückblicke auf große Spiele und kleine Kuriositäten: Der Hamburg-Eimsbütteler Ballspiel-Clubs (HEBC) ist 100 Jahre alt geworden – jetzt gibt es auch die offizielle Festzeitschrift.
„In einem ganzen Jahrhundert kommen schon einige Geschichten zusammen“, erzählt Christian Wriedt, federführend beteiligt und selbst seit fast 30 Jahren im Verein. „Nach dem Krieg war auf dem Reinmüller-Platz ein Bombenkrater von zehn Metern Durchmesser, da wurde dann einfach drumherum gespielt. Um nach 1945 überhaupt wieder spielen zu können, stiftete HEBC-Legende ,Gockel’ Glaser drei Lederstiefel, aus denen drei Fußbälle genäht wurden, fast unbezahlbar zu dieser Zeit.“
Dazu kommen die vielen persönlichen Erinnerungen der Spieler und Trainer. Mit Wriedt sitzen beim Empfang zum 100. Geburtstag ganze 237 Jahre Vereinsgeschichte in der „Präsidenten-Runde“ am Tisch zusammen. Der Ex-Präsident Klaus Enghusen ist 62 Jahre alt, begonnen hat er in der D-Jugend des Vereins. In die Präsidentschaft von Jürgen Ludwig (76) fiel der Bau des Clubhauses, das 1967 eingeweiht wurde. Kollege Rolf Sass (76) erinnert sich gern an seinen ersten Tag im Club: „Ich bin am ersten Weihnachtstag 1948 eingetreten. Ich hatte zu Weihnachten Fußballschuhe bekommen und ging zum Platz, auf dem gerade der HEBC gegen Union spielte. Der Spieler Bruno Rose hatte seinen Stiftzahn auf dem Platz verloren und alle mussten suchen.“ Auch Walter Cohrs ist ein Urgestein des Vereins, hat mit insgesamt über 1.100 Einsätzen die meisten Spiele für den HEBC absolviert. „Ich kam mit 16 in die Liga, weil zufällig ein Torwart fehlte. In meiner ersten Saison wurden wir gleich Pokalsieger in der Kreisklasse, spielten später sogar gegen Werder Bremen vor 5.000 Zuschauern auf dem Reinmüller.“
Die Chronik zum 100. Geburtstag des HEBC ist im Clubheim auf dem Reinmüller-Sportplatz, Tornquiststraße 79, erhältlich. Kosten: drei Euro.
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