Fußballer in Not

Platz häufig unter Wasser und kaum Trainingszeiten in Sporthallen: Mit diesen Problemen müssen der FC Alsterbrüder und der HEBC durch die Winterzeit kommen. (Foto: pr)

Kaum Hallenzeiten, häufig unbespielbare Plätze: Die Sorgen des FC Alsterbrüder und HEBC

Sie drängeln sich in der Halle, manche Teams haben gar keine Trainingszeit bekommen: Für die Kicker des FC Alsterbrüder und des Hamburg-Eimsbütteler Ballspielclubs (HEBC) fängt jetzt die härteste Zeit des Jahres an. Ihre Grandplätze sind im Winter wegen Nässe kaum bespielbar. Neue Kunstrasenplätze, wie SC Sternschanze oder ETV sie bekommen oder bereits haben: Davon können die Clubs im Kerngebiet der-
zeit nur träumen. Solche Plätze sind wesentlich häufiger und auch im Winter bespielbar.
Eine Bestandsaufnahme: „In der Halle treten wir in diesem Winter mit 21 Jugendmannschaften an. Für diese gibt es nicht genügend Zeiten, so dass wir so schnell wie möglich einen Kunstrasen benötigen“, sagt Henning Butenschön, zweiter Vorsitzender des HEBC. Leer gingen die D-Junioren aus: Sie bekamen überhaupt keine Hallenzeit. Die anderen Mannschaften können meist einmal pro Woche drinnen trainieren, manche nur alle zwei Wochen. Ansonsten müssen sie hoffen, dass der HEBC-Platz an der Tornquiststraße im Winter nicht absäuft.
Genauso dramatisch ist die Lage beim FC Alsterbrüder (FCA), dessen Stammplatz an der Gustav-Falke-Straße in Eimsbüttel liegt. „Wir haben für den gesamten Verein zwei Hallenzeiten im Bezirk“, sagt Vorsitzender Jörg Heinsohn. Die Jahrgänge 2001 und 2003 nutzten alle 14 Tage im Wechsel die Halle Altonaer Straße, der Jahrgang 2002 habe gar keine Hallenzeit. Etwa 60 Kinder zwängten sich jeden Dienstag in die am Sportplatz gelegene Halle.
Heinsohn fordert, dass sowohl der Reinmüller-Platz (HEBC) als auch der Gustav-Falke-Platz (FCA) so schnell wie möglich mit Kunstrasen aufgewertet werden. „Das ist im Kerngebiet möglich“, ist er sich sicher.
Vorschläge haben die Clubs schon lange gemacht – und bereits beträchtliche Spenden gesammelt. Der FCA hat etwa 70.000 Euro beisammen, der HEBC etwa 90.000 Euro. Derzeit wird im Sportamt an einer Liste gearbeitet, welche Plätze wann saniert werden sollen. Entscheidungen werden Anfang 2013 erwartet. Bis dahin können die Clubs nur hoffen – dass es nicht zu doll regnet, schneit oder friert.
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Christian Martens aus Eimsbüttel | 04.12.2012 | 07:24  
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