Für immer Grün-Weiß

Peter Torke setzt sich seit 45 Jahren für seinen Verein Grün-Weiß Eimsbüttel ein. Foto: fs

Vereinschef seit 1972: Vorsitzender Peter Torke wird 80 Jahre alt

Fritz Schenkel, Eimsbüttel

45 Jahre an der Spitze einer Organisation: Die Fälle, in denen das nicht zu Erstarrung und Stillstand geführt hat, sind seltene Ausnahmen. Grün-Weiß Eimsbüttel und Peter Torke gehören zu dieser seltenen Spezies.
1972 ist der passionierte Handballer, der am 21. Februar 80 Jahre alt geworden ist, zum ersten Mal an die Spitze des am Tiefenstaaken beheimateten Sportvereins gewählt worden. Und bis heute wurde er immer wieder bestätigt. Von Stillstand kann in dieser Zeit keine Rede gewesen sein. 1976 die Fusion von Grün-Weiss 07 und dem ESV zum SV Grün-Weiß, die vereinseigene Sporthalle in der Lutterothstraße, die Tennisplätze auf der Wolfgang-Meyer-Anlage, die Beachvolleyball-Anlage am Tiefenstaaken, der Kunstrasen ebendort, zuletzt das neue Sporthaus mit Kindergarten und Geschäftsstelle. „Es hat genügend Projekte gegeben“, versucht Peter Torke eine Erklärung. „Und ich habe immer Spaß daran gehabt, sie umzusetzen. Amtsmüde war ich nie.“ Keine Spur von der etwas angestaubten Sichtweise, sich für seinen Verein aufgeopfert zu haben.
Er lässt offen, ob er noch eine Amtszeit übernimmt
Obwohl auch die ihre Berechtigung gehabt hätte. „Wenn ich alle meine Ehrenämter zeitlich hintereinander zusammenzählen würde, käme ich auf 300 Jahre.“ An dieser Stelle muss auch der zarte Hinweis erlaubt sein, dass Peter Torke nicht mit einem rechtzeitigen Lotto-Hauptgewinn gesegnet gewesen ist, sondern in seinem Leben auch noch die Erwerbsarbeit unterbringen musste. Zunächst als technischer Kaufmann in der Automobilzulieferer-Industrie, dann im Spiegel-Verlag, später als Geschäftsführer beim Sportausrüster Sattelmacher.
„Ich hatte immer eine gute Mannschaft um mich herum“, betont er. Im privaten wie im Vereinsleben. Und zählt Mitstreiter auf: Joachim Hauptvogel, Matthias Hochsprung, Uwe Irmler, Erwin Tasche oder Rainer von Cukrovicz. Ebenso wichtig: „Wir haben rechtzeitig einen hauptamtlichen Geschäftsführer eingestellt.“
Selbst Hobbys hat Peter Torke in seinem Leben noch untergebracht. „Der eigene Garten, der nicht klein ist, Reisen, Urlaub und die Jazzmusik, Dixieland und Oldtime.“ Ob er noch einmal zur Wiederwahl antritt? „Darüber will ich jetzt nicht spekulieren“, weicht er aus. Ein Projekt gebe es allerdings noch: Die „Altsubstanz“ am Tiefenstaaken, da muss unbedingt noch etwas passieren.
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