Fest- und Zahltag beim SC Victoria

Trubelig wie selten ging es während des Pokalspiels an der Hoheluft zu. (Foto: Drechsler)

Nach dem DFB-Pokal-Spiel gegen Hannover 96 hofft der Regionalligist auf neue Fans

Jakob Drechsler, Eimsbüttel – "Mensch, waren wir schlecht“. Dieses Urteil kam nicht etwa aus der Victoria-Ecke, sondern wurde von einem Anhänger aus Hannover getroffen. Die Meinung dürfte stellvertretend gestanden haben für die Gefühlslage auf Seiten des Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Mit dem SC Victoria hatte der Erstligist in der ersten Runde des DFB-Pokals mehr Mühe, als 96-Trainer Mirko Slomka lieb sein konnte.
Bessere Laune herrschte da trotz der 0:2 (0:0)-Niederlage paradoxerweise beim Hamburger Regionalligisten, der an der heimischen Hoheluft bis kurz vor Schluss tatsächlich an einer zweiten Pokalsensation in der jüngeren Vereinsgeschichte schnuppern durfte. „Die Stimmung war überragend“, fand „Vicky“-Stürmer Jakob Sachs, der gegen Hannover immerhin schon sein sechstes DFB-Pokalspiel bestritt.
Zur tollen Atmosphäre im mit 5.000 Zuschauern ausverkauften Stadion Hoheluft trugen nicht nur die Gästefans bei, sondern auch das Hamburger Publikum. „Es war definitiv die richtige Entscheidung, im eigenen Stadion zu spielen“, sagte Sachs nach der Partie. Rund 110.000 Euro fließen durch das Spiel in die Kasse von Victoria. Sachs hofft nun, dass sein Team durch den Auftritt gegen Hannover den ein oder anderen Fan hinzugewinnen konnte und so künftig auch im Ligaalltag mal wieder ein größerer Zahltag stattfindet.
Mit einer regelmäßig großen Kulisse könnten sicher auch die Kaufleute rund um die Hoheluftchaussee leben, denen vor allem die durstigen 96-Fans im Rahmen des Pokalspiels regelrecht die Bude einrannten. Voraussetzung für einen neuen Festtag bleibt allerdings wohl eine weitere Teilnahme am größten deutschen Vereinswettbewerb. Den nächsten Schritt dorthin kann Victoria schon am Mittwoch, 7. August, machen – mit einem Sieg in der zweiten Runde des Oddset-Pokals beim Kreisligisten VfL Hammonia (19 Uhr). „Ein Weiterkommen ist Pflicht“, sagt Sachs.
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