Feiner Hallenfußball

Der Turniersieger Inter Hamburg. Foto: fs

Ein Anker in unruhigen Zeiten: Beim Laubvogel Hallen Cup des ETV war fast alles wie immer

Fritz Schenkel, Eimsbüttel
Fast alles bei der „Inoffiziellen Eimsbütteler Hallenfußball-Meisterschaft“ war wie gewohnt: Der Fanblock des HFC Falke übertönte mit seiner Stimmengewalt und Selbstironie manchmal sogar die nervigen Musikeinblendungen. Auf der Tribüne herrschte eine angenehme Stimmung, man kennt sich schließlich. Die Verpflegung deftig, wie es sich für Fußball gehört. Und manchmal wurde sogar feiner Hallenfußball geboten, besonders vom Niendorfer TSV und Inter Hamburg..Aber eins war nicht so wie sonst beim 17. Laubvogel-Cup des ETV in der Halle am Lokstedter Steindamm. Einer fehlte. Peter Clasen, Ehrenmitglied des ETV und aus der Organisation der Fußball-Abteilung nicht wegzudenken, war gestorben.
Während der Vorrunde war einigen Teams deutlich anzumerken, dass Hallenfußball nicht zu ihren bevorzugten Tätigkeiten während der punktspielfreien, nasskalten Jahreszeit zählt. Oder sie waren mehr oder weniger schlaflos von einer Geburtstagsfeier in die Halle gekommen, wie etwa der Titelverteidiger SC Sternschanze.

Marius Ebbers scheiterte an Jefferson Nosa (Alsterbrüder)

Ganz anders dagegen Inter Hamburg. Der Turniersieger von 2016 hatte bereits im Turnierheft angekündigt: „Nachdem wir im letzten Jahr den Pokal höflicherweise dem SC Sternschanze überlassen haben, möchten wir dieses Jahr wieder angreifen und dieses Schmuckstück unser heißen lassen.“
Weit aus dem Fenster gehängt, aber nicht das Gleichgewicht verloren. Denn im Finale stand der Landesligist dem Oberligisten Niendorfer TSV gegenüber. Die beiden besten Hallenfußballteams des Turniers. Nach einem 4:4 nach regulären 13 Minuten setzten sich im Neunmeterschießen die besseren Nerven Inters mit 2:0 durch.
Zum besten Feldspieler des Turniers wurde einstimmig von allen Trainern Inters Jefferson Nosa gewählt. Bester Torhüter wurde nach einem Elfmeterschießen Alsterbrüders Ernst Moritz Kühn. Er parierte den Strafstoß von Ex-St.Pauli-Profi Marius Ebbers. Daneben glänzte Alsterbüders Luca Druda mit der gewagtesten Frisur, einem zu zwei Drittel kahl rasierten Hinterkopf. Bitte mehr von allem im kommenden Jahr.
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