Ende der Machtkämpfe beim ETV?

Die ETV-Ersatzmannschaft im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth: Dem großen Auftritt waren heftige Zerwürfnisse in der Fußballabteilung vorausgegangen. Die Sparte hat nun eine neue Spitze. Foto: Frank Nocke

Eimsbütteler Turnverband ordnete seine Fußballabteilung neu

Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel – In der Fußball-Abteilung des Eimsbütteler Turnverbands (ETV) sind die Verhältnisse im Sinne der Führung des Hauptvereins neu geordnet worden. Zum neuen Vorsitzenden der knapp 1.100 Mitglieder starken Abteilung ist Stefan Thoren gewählt worden. Der zukünftige Liga-Manager heißt Stefan Knauß.
Notwendig geworden war die Neuwahl, nachdem sich die vorherige Abteilungsleitung und Ligamannschaft auf der einen und die ETV-Spitze auf der anderen Seite zerstritten hatten. Es ging um die im DFB-Pokal verdienten rund 120.000 Euro. Die ständige Eskalation endete mit dem Austritt fast der kompletten beiden Ligafußballmannschaften einschließlich ihrer Trainer Dennis Mitteregger und Oliver Madejski. Auch Abteilungsleiter Michael Bade und weitere Vorstandsmitglieder hatten den Verein verlassen.
Doch so neu, wie das auf den ersten Blick alles scheint, ist es auf den zweiten nicht. Das Hin- und Herschieben von Figuren je nach den strategischen Interessen des Gesamtvereins hat Tradition. Als sich der ETV im Oktober 2007 vom Liga-Trainergespann Frank und Ingo Glashoff trennte, hieß der Fußball-Abteilungsleiter schon einmal Stefan Thoren. Zu den Gründen äußerte sich dieser nicht, sondern der hauptamtliche ETV-Vorsitzende Frank Fechner.
Im Sommer 2009 beendete der Gesamtverein einen monatelangen Machtkampf zwischen den beiden Bezirksligamannschaften des Klubs. Die „Erste“ um Trainer Andreas Thiessen und Manager Peter Elsner – ein auch am klassischen Vereinsleben interessiertes Team – verließ den Klub. Auf das Aushängeschild gehoben wurde die in die Landesliga aufgestiegene „Zweite“ um Trainer Dennis Mitteregger und Manager Peter Clasen. Abteilungsleiter Thoren trat daraufhin zurück und begründete dies so: „Sportlicher Erfolg ist wichtig, aber das Vereinsleben spielt auch eine Rolle. Die Erste hat den Verein belebt.“ Thorens Nachfolger wurde Michael Bade.
Das Aushängeschild geriet aber bald in Widerspruch zu den Interessen der Vereinsführung. Querelen und Austritt folgten. An die Stelle von Michael Bade wurde erneut Stefan Thoren gesetzt. Der neue Liga-Manager Stefan Knauß ist Filmproduzent. Stoff genug für eine „Doku-Soap“ hätte er schon jetzt allemal.
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