Einmalig: Das Sammelalbum des SC Sternschanze

Auf dem Sportplatz des SC Sternschanze wird seit einigen Wochen nicht nur gespielt, sondern auch getauscht. (Foto: fs)

Fußballclub bringt Sammelalbum mit 587 Porträts heraus

Von Fritz Schenkel, Sternschanze – Tauschrausch beim SCSternschanze: Wenn auf dem Sportplatz des Vereins Menschen die Köpfe zusammenstecken, dann wollen sie nicht nur über Fußball fachsimpeln, sondern Bildchen tauschen. Der Club hat ein Sammelheftchen mit 587 Porträts herausgebracht, einmalig in der Hamburger Fußballszene.
Der Anlass: Im vergangenen Jahr ist der Verein 100 Jahre alt geworden, und als Stadtteilsportverein des quirligen Schanzenviertels wollte sich der Club nicht mit den üblichen Empfängen, Turnieren und Broschüren zufriedengeben.
Irgendwann war dem Seniorenspieler Martin Jettinger und seiner Freundin, der Fotografin Anna Schmidt, die zunächst fixe Idee gekommen, ein „Schanzini-Sammelbilderalbum“ machen zu wollen. „Alle fanden die Idee geil, und wir haben einfach mal losgelegt.“ Die Vorbereitungen dauerten allerdings Monate. Allein die Foto-Shootings im Vereinshaus waren ein Erlebnis für sich.
Herausgekommen ist ein Prachtstück, das es so in der Hamburger Fußballszene noch nicht gegeben hat: 587 selbstklebende Sammelbilder, mehr als in jedem Panini-Bundesliga-Album. Von der G-Jugend über die Platzwarte und Angestellten der Geschäftsstelle bis hin zum Vorstand und den Mitarbeitern der Vereinsgaststätte „Hinterhalt“– alle Gruppen sind vertreten. Wenn auch nicht komplett. Alle knapp 1.100 Vereinsmitglieder vor die Kamera zu bekommen, das haben Jettinger und Schmidt trotz ihres monatelangen Dauereinsatzes nicht geschafft.
Das Heft hat im SC Sternschanze einen wahren Tausch-rausch ausgelöst. Knapp 300 Alben sind mittlerweile verkauft worden. „Hast du Buffi?“, gehört seit einigen Tagen zu den geflügelten Sätzen auf dem Sportplatz. „Buffi“ ist das Mas-kottchen der 2. F-Jugend und eines von zwei „Glitzis“ im Album, zwei „Glitzerbildern“. Für Einsteiger: Glitzerbilder sind besonders bei Kindern heiß begehrt.
„Wir können uns auch vorstellen, etwas Ähnliches für andere Vereine zu machen“, sagen die beiden „Macher“ Jettinger und Schmidt mit etwas Abstand zu ihrem Einsatz (fast) rund um die Uhr.
 auf anderen WebseitenTwitternSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.